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Korruption und Doping : Ein russisches Trauerspiel

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Marija Lassizkene hat die Nase voll von Russlands Leichtathletik. Bild: EPA

Die Liste der Vergehen der Leichtathletik in Russland ist lang. Marija Lassizkene greift den Verband seit langem an, sie hat mitgewirkt, die Führung abzusägen. Aber nichts wurde besser. Jetzt will sie einen radikalen Schritt gehen.

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          Die Russin in Marija Lassizkene ist nicht nur Expertin für kraftvolles Abfedern – sie ist dreimalige Weltmeisterin im Hochsprung. Sondern auch für verzweifelte Appelle – an alle möglichen Leute, zuletzt sogar an Wladimir Putin. Jemand soll ihr aus dem Treibsand herauszuhelfen, in den sie unverschuldet hineingeraten ist und in dem sie zusammen mit anderen russischen Leichtathleten seit fünf Jahren ums Überleben kämpft.

          Nun hat es ihr Verband schon fast so weit getrieben, dass nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio kein einziger russischer Leichtathlet mehr starten darf. Statt ihrer Verantwortung, den Sport in ihrem Land vorwärts zu bringen, was ihre einzige Aufgabe wäre, haben sie mit einer Serie von Betrug, Korruption, Anleitung zum und Vertuschung von Doping die russische Leichtathletik ruiniert.

          Weil sie bis 1. Juli eine Millionenstrafe nicht zahlen konnten, hat der Weltverband jetzt alle Bemühungen um eine Lösung eingefroren. Marija Lassizkene greift den Verband seit langem an, sie hat daran mitgewirkt, die Führung abzusägen, aber nichts wurde besser. Jetzt will sie die Nationalität wechseln. Ein Trauerspiel.

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