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Früherer Sportminister Mutko : „Sollen sie überprüfen!“

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Witali Mutko gibt sich nach den neusten Enthüllungen trotzig Bild: AP

Nach der ersten Empörung gibt man sich in Russland trotzig: Der ehemalige Sportminister fürchtet nach dem McLaren-Report keinen Ausschluss von den Winterspielen. Ein staatliches Doping-System bestreitet er weiterhin.

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          Trotz der gravierenden Dopingvorwürfe erwartet der ehemalige russische Sportminister Witali Mutko keinen Ausschluss seines Landes von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Veranstalter in Südkorea sei das IOC, das keine Fragen an das Nationale Olympische Komitee Russlands habe. „Meinem Eindruck nach hat das IOC seine Richtung gefunden, dass es in diesem Fall keine Kollektivstrafe geben soll“, sagte Mutko der staatlichen Agentur R-Sport.

          In der Sache gab sich der mittlerweile zum Vizeregierungschef aufgerückte Mutko am Samstag trotzig. Weder der Staat noch sonst jemand habe Doping gedeckt. „Das IOC hat beschlossen, alle Proben zu überprüfen - sollen sie überprüfen!“ Der zweite McLaren-Bericht habe einen Schatten auf den russischen Sport werfen sollen - „und das ist gelungen“. Der Bericht enthalte „wenig Angenehmes, und niemand wird ihn unterschätzen“.

          Zuversichtlich hatte sich der russische NOK-Präsident Alexander Schukow geäußert. Man arbeite mit dem IOC und mit der WADA zusammen. „In Russland gibt es kein staatlich gestütztes Dopingsystem, und es hat keins gegeben“, sagte er der Agentur Tass zufolge. Einzelne Fälle müssten sorgfältig geprüft werden, die Mittel dafür würden aufgestockt.

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