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Ringer Afkari hingerichtet : Wer ist der Australier?

IOC-Vizepräsident John Coates Bild: AFP

Nach der Hinrichtung des Ringers Navid Afkari in Iran kommen Fragen nach Sanktionen auf – auch was die Olympischen Spiele betrifft. IOC-Vizepräsident John Coates erstaunt dabei mit einer Aussage.

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          Wer sind Sie? Eine gute Frage. Für John Coates, zum Beispiel. Er ist Präsident von Olympic Australia. Präsident des Internationalen Sportschiedsgerichts. Und mal wieder Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Nummer zwei hinter Thomas Bach. Diese Woche, die Henker der Islamischen Republik Iran hatten dem Ringer Navid Afkari das Leben genommen, wollte der „Sydney Morning Herald“ wissen, ob das IOC Iran nun von Olympia ausschließen wird.

          Schwierig, findet Coates. In Lausanne ist das herrschende Meinung, top down. Coates blickte zurück: „Es gab früher schon Probleme mit ihnen. Sie traten nicht gegen Israel an, und wir haben sie deshalb suspendiert.“ Bitte was? Mein lieber Coates, das ist ja sensationell! Diese Suspendierung der Iraner wegen ihrer seit Jahrzehnten gepflegten Nichtanerkennung israelischer Sportsleute durch das IOC – die war irgendwie untergegangen. Davon hat die Welt noch nie gehört. Wann war denn das?

          Antwort vom IOC: „Mr Coates meinte Sperren von iranischen Athleten, die von internationalen Verbänden gesperrt wurden. Das Olympische Komitee Irans wurde vom IOC in der Vergangenheit nicht suspendiert.“ Willkommen in der olympischen Welt des John Coates: Wer wir sind, wenn wir von uns sprechen, wissen wir nicht genau. Strafen? Schwierig. Außer sie treffen Sportler. An die erinnern wir uns, selbst wenn sie nicht von uns waren.

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