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Reaktionen : Lange Gesichter bei Hamburgs Befürwortern

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Trauer bei deutschen Sportlern: Rollstuhlbasketball-Spielerin Edina Müller Bild: dpa

„Für Sport-Deutschland stellt der heutige Tag einen herben Rückschlag und Tiefschlag dar“, sagt DOSB-Präsident Hörmann nach dem abgelehnten Olympia-Referendum in Hamburg.

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          Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, hat die Niederlage beim Olympia-Referendum mit Fassung getragen. „Für Sport-Deutschland stellt der heutige Tag einen herben Rückschlag und Tiefschlag dar“, sagte Hörmann. Der DOSB sei mit Hamburg aufgebrochen, um dem gesamten deutschen Sport neue Perspektiven zu geben. Diese Chance sei für die kommende Generation durch das Ergebnis der Abstimmung nicht gegeben.

          „Es wird sehr, sehr schwierig eine Idee zu entwickeln, weil offensichtlich der olympische Gedanke und Deutschland im Moment nicht zusammenpassen“, ergänzte Hörmann. „Das Ergebnis ist sehr stark den Rahmenbedingungen geschuldet“, ergänzte er. Während der mehrwöchigen Abstimmung dominierten die Flüchtlingskrise, der Fifa-Skandal, die DFB-Affäre und zuletzt die Terrorakte in Paris mit abgesagten Länderspielen auch in Deutschland das öffentliche Leben. „Unser Ziel wird es sein, ohne die Vision der Spiele Sport-Deutschland weiterzuentwickeln“, sagte der DOSB-Chef. Statt mit Rückenwind müsse er nun aber mit Gegenwind umgehen.

          Entsprechend enttäuschte Gesichter gab es bei den Befürwortern der Hamburger Olympia-Bewerbung: Die geplante Jubel-Party der etwa 300 Gäste in der Barclaycard-Arena am Volkspark fiel nach der Ablehnung ins Wasser. „Das Konzept hat gestimmt, aber die Begleitumstände konnten wir nicht beeinflussen. Wir haben gekämpft“, sagte Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft für die Spiele 2024, am Sonntagabend nach Bekanntgabe des ablehnenden Ergebnisses des Referendums.

          „Ich bin sehr enttäuscht und traurig, es wäre ein große Möglichkeit für die Stadt und die Bürger gewesen, so ein Projekt für die Zukunft zu gestalten. Das muss man erstmal verdauen“, meinte Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV.

          „Die Umfragen sind nach den Ereignissen deutlich schlechter geworden. Wir verpassen eine große Chance, die die Menschen zusammengeführt hätte“, sagte der Hamburger Unternehmer Alexander Otto, der eine private Unterstützer-Initiative angeführt hatte.

          Mit Tränen in den Augen kommentierte Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn das Aus des Olympia-Traums in Norddeutschland: „Es enttäuscht mich, dass die Menschen nicht sehen, dass es um den Sport geht.“ Nach den geplatzten Olympia-Plänen sehe es düster aus für den Leistungssport in Deutschland, sagte die Schwimmerin.

          Trauer bei den Befürwortern: Erster Bürgermeister Scholz (l.), Zweite Bürgermeisterin Fegebank und DOSB-Präsident Hörmann

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