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Rauball kritisiert FSV Frankfurt : „Der deutsche Fußball duldet keine Form der Diskriminierung“

Reinhard Rauball: „Es darf kein Zweifel aufkommen, dass der deutsche Fußball keine Form der Diskriminierung duldet“ Bild: dpa

Ligapräsident Rauball fordert den FSV Frankfurt auf, die Partnerschaft mit der saudi-arabischen Fluglinie Saudia zu beenden. Saudia weigert sich, israelische Staatsbürger zu befördern.

          Der heftig kritisierte Sponsorenvertrag des Zweitligaklubs FSV Frankfurt mit der saudi-arabischen Fluglinie Saudia stößt auch bei der Deutschen Fußball Liga auf Ablehnung. „Es darf kein Zweifel aufkommen, dass der deutsche Fußball keine Form der Diskriminierung duldet. Vor diesem Hintergrund wäre es ein klares Signal, wenn der Klub, wie bereits angekündigt, das Engagement von Saudia noch einmal überprüft und die Partnerschaft beendet, sagte Ligapräsident Reinhard Rauball der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte in ihrer Samstagausgabe sowie online bei FAZ.NET über den fragwürdigen Vertrag mit der Fluglinie berichtet. Saudia weigert sich, israelische Staatsbürger zu befördern. Dies hatte bei jüdischen Bürgern in Frankfurt, Vertretern der Stadt und auch dem wichtigsten Vereinssponsor des FSV für Empörung gesorgt. Michel Friedman, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland sprach von einer „zutiefst antisemitischen Haltung“ des Sponsors.

          „Es handelt sich offensichtlich nicht um Trikotwerbung“, sagte Rauball. „In diesem Fall hätte die Deutsche Fußball Liga von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Vertragsverhältnis nicht zu genehmigen, da laut Statuten Trikot-Werbung nicht gegen die allgemein im Sport gültigen Grundsätze von Ethik und Moral verstoßen darf.“

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