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Olympia 2016 in Rio : Putin überhäuft Medaillengewinner mit Geld und Autos

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Herzlichen Glückwunsch: Russlands Präsident Wladimir Putin (links) und Margarita Mamun, die in der Rhythmischen Sportgymnastik Gold gewann. Bild: AP

Russland empfängt seine erfolgreichen Sportler nach den Spielen in Rio im Kreml und belohnt sie fürstlich. Für den Rest der Sport-Welt findet Präsident Putin harte Worte.

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          Russland hat die Erfolge seiner durch Doping-Sperren reduzierten Olympia-Mannschaft in Rio de Janeiro gefeiert. Nach den Vorwürfen von Staats-Doping drehte Präsident Wladimir Putin den Spieß um und forderte Veränderungen am weltweiten Anti-Doping-System. „Es muss von politischem Druck befreit werden“, sagte Putin am Donnerstag bei einem Empfang für die russischen Olympiasieger im Kreml in Moskau. Das System müsse absolut transparent werden.

          Zugleich kritisierte er den vom Internationalen Sportgerichtshof (Cas) bestätigten Ausschluss russischer Sportler von den Paralympischen Spielen in Rio. Das sei „ein zynisches Spiel auf dem Rücken derjenigen, für die der Sport Sinn des Lebens ist“. Wegen Doping-Sperren war Russland bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit weniger Sportlern angetreten als geplant. Die Leichtathleten waren bis auf eine Ausnahme ganz ausgeschlossen. Trotzdem eroberte die Sportnation mit 56 Medaillen den vierten Rang vor Deutschland.

          Zum Dank wurden die Medaillengewinner mit Geld und Autos überhäuft. Alle erhielten vom Staat einen Luxusgeländewagen deutscher Bauart. Dazu gab es je Goldmedaille vier Millionen Rubel (55.500 Euro), für Silber 2,5 Millionen Rubel, für Bronze 1,7 Millionen Rubel. Der russische Fonds zur Unterstützung von Olympia-Sportlern legt noch einmal die gleiche Prämiensumme drauf. „Natürlich haben wir uns über ihre Siege gefreut“, sagte Putin. Aber noch mehr habe man Wagemut und Willenskraft der russischen Sportler bewundert.

          IPC-Entscheidung : Russisches Team von Paralympics ausgeschlossen

          Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada dürfe den Weltsport nicht beherrschen, sagte Sportminister Witali Mutko. Sie dürfe an Russland keine höheren Forderungen stellen als an andere Länder. Bis im russischen Sport die Ablehnung von Doping verankert sei, werde es seiner Einschätzung nach noch Jahrzehnte dauern. Die Wada hatte in mehreren Berichten Betrug bei russischen Doping-Kontrollen aufgedeckt. Mutko sagte, russische Juristen prüften, ob es Rechtsfehler im Urteil des Cas zu den Behindertensportlern gebe. Die Paralympics in Rio finden vom 7. bis 18. September statt.

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