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Millionen-Prozess gegen Diack : „Ein Schaden von weltweiter Dimension“

Eine Haftstrafe droht: Lamine Diack Bild: AFP

Im Prozess gegen den einstigen Sport-Spitzenfunktionär Lamine Diack fordern die Kläger wegen Korruption, Geldwäsche und Vertrauensmissbrauch vier Jahre Haft. Auch Diacks Sohn soll ins Gefängnis.

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          Ein böses Erwachen scheint Lamine Diack nicht zu befürchten. Am Mittwoch fielen dem 87 Jahre alten einstigen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) während des Prozesses, der ihm wegen Korruption, Geldwäsche und Vertrauensmissbrauch gemacht wird, die Augen zu und der Kopf auf die Brust.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Ihn schien nicht zu beunruhigen, dass die Kläger für ihn und seinen abwesenden Sohn Papa Massata Diack am vorletzten Tag des Prozesses vier beziehungsweise fünf Jahre Gefängnis forderten sowie jeweils 500.000 Euro Geldstrafe. Der inzwischen in World Athletics umbenannte Verband fordert an Schadensersatz plus Zinsen 41 Millionen Euro. Diack stehe zwar am Abend seines Lebens, sagte Staatsanwalt François-Xavier Dulin in seinem Plädoyer, doch er habe einen „immensen Bruch der Redlichkeit“ begangen und einen Schaden von weltweiter Dimension angerichtet.

          Vater Diack und sein Sohn, der sich in der gemeinsamen Heimat aufhalten soll, in Dakar in Senegal, der senegalesische Anwalt Habib Cissé, der französische einstige Leiter der Anti-Doping-Abteilung der IAAF Gabriel Dollé sowie die ebenfalls abwesenden Russen Valentin Balachnitschew und Alexej Melnikow, der eine früher Präsident, der andere einst Cheftrainer des russischen Verbandes, sind angeklagt, die Behandlung von Doping-Fällen insbesondere russischer Sportlerinnen und Sportler gegen hohe Zahlungen verzögert und den Verband geschröpft zu haben.

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