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Simon bei F.A.Z.-Kongress : Enormes Potential bei DNA-Daten

Perikles Simon: „Hier wird Bundestrainer, wer einmal auf einem Dorfsportplatz ein Talent gefunden hat“. Bild: Frank Röth

Sportmediziner Simon sieht Möglichkeiten der Leistungsoptimierung durch Datenauswertung. Athleten müssten jedoch darauf vertrauen können, dass die Daten sensibel behandelt werden.

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          Perikles Simon, Professor für Sportmedizin an der Gutenberg-Universität Mainz, sieht ein enormes Potential bei der Datennutzung von Spitzensportlern, speziell bei der Auswertung von DNA-Daten. Der Wissenschaftler stellt auf dem F.A.Z.-Kongress „Zwischen den Zeilen“ an diesem Donnerstag in Frankfurt aber auch klar, dass die Sportler für die Risiken der Datennutzung sensibilisiert werden müssen. Gerade im Sport, in dem neben Bewegungsdaten auch zunehmend Blut- und DNA-Daten zur Verfügung stehen, sei es unabdingbar, dass die Sportler entsprechend aufgeklärt werden.

          Die Gefahr des Missbrauchs sieht er jedoch eher bei den Amateursportlern als im Spitzenbereich. Profisportler seien tendenziell eher bereit, mehr in die Leistungsoptimierung zu investieren. Daten der Athleten können eher in einem professionellen Umfeld ausgewertet werden, das auf positive Effekte für den Sportler ausgerichtet ist und müssen nicht die Daten-Sammelwut großer Internetkonzerne fürchten, denen Hobbysportler Daten überschreiben.

          Schon heute werden mittels Künstlicher Intelligenz (KI) millionenfach Sportlerdaten ausgewertet. „Wir können diese Analysen nur verbessern, wenn wir KI einsetzen. Diese können wir jedoch nur einsetzen, wenn die Sportler bereit sind, uns ihre Daten zur Verfügung zu stellen“, erklärte Simon. Dafür müssen die Athleten darauf vertrauen können, dass Trainer und Berater ihre Daten ausschließlich zum Vorteil der Sportler verwenden.

          Simon plädierte für eine entsprechende Ausbildung von Trainern: „Hier wird Bundestrainer, wer einmal auf einem Dorfsportplatz ein Talent gefunden hat“, sagte er. Der Trainerberuf müsse sich komplett ändern, damit jeder Athlet professionell betreut werden könne.

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