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Olympia in Antwerpen : Großes Kino

Ein Mann hebt ab: Charles Paddock gewinnt die 10 Meter mit seinem charakteristischen Zielsprung. Bild: Getty

Antwerpen erlebte nach Krieg und Spanischer Grippe die erstaunlichsten Olympischen Spiele überhaupt. Der Sport begann 1920 seine Moderne. Und die Könige der Laufbahn ersetzten abgedankte Monarchen.

          6 Min.

          Die Spiele müssen weitergehen – so lautet die berühmteste Durchhalteparole der Sportgeschichte. IOC-Präsident Avery Brundage sprach sie 1972 in München nach dem Terroranschlag auf die israelische Mannschaft. Doch schon ein halbes Jahrhundert zuvor hatte Olympia als Signal dafür gedient, dass es immer weitergehen muss – weil dort, wo man Sport treibt, das Leben immer neu anfängt.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Die Spiele der VII. Olympiade, die vor hundert Jahren, am 20. April 1920, in Antwerpen begannen, nachdem die der VI. Olympiade 1916 in Berlin wegen des Ersten Weltkriegs nicht stattgefunden hatten, waren eine unvollkommene, improvisierte Veranstaltung, ausgetragen in einem schwer gezeichneten Land. Und doch begann dort der Sport seine Moderne, seinen Siegeszug zum globalen Phänomen, das zusammen mit dem Kino in den zwanziger Jahren die abgedankten Monarchen der alten Welt durch Könige der Laufbahn und der Leinwand zu ersetzen begann.

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