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Turn-Cheftrainerin Ulla Koch : „Nicht vergessen, dass dahinter Menschen stecken“

  • -Aktualisiert am

Trainerin Ulla Koch (links), Pauline Schäfer mit Elisabeth Seitz (rechts) Bild: Picture-Alliance

Im Turnen gibt es eine bundesweite Debatte. Ulla Koch spricht im Interview über den Unterschied zwischen Druck und Drill, die Tücken des Sportfördersystems, die Rolle der Eltern und überhörte Signale.

          9 Min.

          Vorwürfe von ehemaligen Turnerinnen gegen eine Trainerin am Olympiastützpunkt in Chemnitz haben eine bundesweite Debatte ausgelöst über den Umgang mit jungen Sportlern auf ihrem Weg zu Spitzenleistungen. Nachdem sich Betroffene, Funktionäre und Politiker an dieser Stelle geäußert haben, nimmt nun die Cheftrainerin der deutschen Frauen-Auswahl, Ulla Koch, Stellung.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Wie erleben Sie die Debatte?

          Also, ich muss Ihnen sagen, ich habe keine gute Zeit hinter mir die letzten Wochen und Monate, weil ich mich bei all dem, was passiert ist und was berichtet wird, natürlich auch mitschuldig fühle. Ich bin lange Jahre in dem System, und ich weiß auch, wo es bei mir gehakt hat, wo unsere Vorbilder waren, wer uns da geprägt hat. Aber ich finde, es ist wichtig, dass man erkennt, dass man Veränderungen schaffen muss. Wenn man das liebt, was man macht, dann kann man das nur mit Menschen machen, die das genauso lieben. Und wenn man dann wertschätzt, mit wem man arbeitet, und wertschätzt, dass der andere Mensch Respekt hat, ist das eigentlich das, was wir fordern.

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