https://www.faz.net/-gtl-rx4g

Olympia-Sprüche : „Gnade ihnen Gottwald!“

  • Aktualisiert am

„Wie beim Shorttrack” Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Geschwiegen wird bei Olympia nur auf den Bahnen und Pisten. Davor und danach müssen Sportler, Trainer, Funktionäre ständig Rede und Antwort stehen. Schlaue Kommentare, kluge Sprüche und dumme Ausreden von den Olympischen Winterspielen.

          3 Min.

          Geschwiegen wird bei Olympia nur auf den Bahnen und Pisten. Davor und danach müssen Sportler, Trainer, Funktionäre ständig Rede und Antwort stehen. Schlaue Kommentare, kluge Sprüche und dumme Ausreden von den Olympischen Winterspielen.

          „Es ist sehr schwer, eine Ski-Abfahrt in der Sahara zu organisieren.“
          (IOC-Präsident Rogge über Chancen von südlichen Ländern, Winterspiele auszutragen)

          „Ich dachte, Olympiasieger gibt es nur im Fernsehen, und jetzt bin ich selber einer.“
          (Georg Hettich nach seinem Sieg in der Nordischen Kombination)

          „Die sehen ja aus wie eine Schießscheibe mit Loch.“
          (Biathlon-Olympiasieger Michael Greis über die Goldmedaille)

          „Immer, wenn ich bei einer Olympia-Abfahrt starte, gewinnt ein Franzose.“
          (Österreichs Hermann Maier beim Sieg des Franzosen Deneriaz. 1998 in Nagano hatte Cretier gewonnen)

          „Ein Trainer ist so wichtig wie der Pinsel beim Malen.“
          (Paarläuferin Aljona Sawtschenko zur Bedeutung von Coach Ingo Steuer)

          „Das ist hier eine gute Lebensschule für unsere Athleten. Da wissen sie, wie es aussieht, wenn sie später mal ein Haus bauen.“
          (Der deutsche Alpin-Chef Walter Vogel über den Bauschutt an den Wettkampfstätten)

          „Wenigstens muß ich nicht nach Turin fahren.“
          (Der Amerikaner Bode Miller zu seiner Disqualifikation im Kombinations-Slalom, mit der er sich den 100-Kilometer-Weg zur Siegerehrung in Turin sparte)

          „IOC-Präsident.“
          (Georg Hackl auf die Frage, was er nach Ende seiner Laufbahn beruflich machen werde)

          „Ich gebe keinem mehr die Hand, sonst erwische ich wieder einen Kranken. Nach dem Wettkampf küsse ich Euch.“
          (Hackl zu Journalisten)

          „Meine künftige Schwiegermutter hat mir mein Horoskop vorgelesen und demnach war heute mein Glückstag.“
          (Rennrodlerin Sylke Otto nach ihrem zweiten Olympiasieg)

          „Wenn Brüder zusammenarbeiten, verwandeln sich Berge in Gold!“
          (Die österreichischen Doppelsitzer-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger)

          „Gnade ihnen Gottwald!“
          (Österreichs Skisprung-Olympiasieger Ernst Vettori bei der Nordischen Kombination zum deutschen Team)

          „Ich mag es eigentlich, wenn man die Scheiben nicht so gut sieht.“
          (Biathletin Kati Wilhelm nach ihrem Olympiasieg bei dichtem Schneetreiben)

          „Es war wie im Film. Ich bin gelaufen, war aber nicht anwesend.“
          (Eiskunstläufer Stefan Lindemann nach seinem 21. Platz)

          „Vielleicht hat er sie verkauft, denn wenig später stand ein Porsche vor der Tür.“
          (Norwegens Olympiasieger Kjetil-Andre Aamodt im Scherz über seinen Vater, in dessen Haus seine 19 WM- und Olympia-Medaillen gestohlen worden waren)

          „Sie hat mir mitten auf den Schoß geschissen - als Dank dafür, daß ich so lange weg war.“
          (Aamodt über Töchterchen Erle, deren Windeln er bei seiner Rückkehr nach Oslo wechseln mußte)

          „Morgenstern biß auf Gold, Ahonen auf die Zähne.“
          (Die finnische Zeitung „Aamulehti“ über den verpaßten Olympiasieg von Janne Ahonen)

          „Ich bin nicht reingestiegen, sondern reingeflogen.“
          (Andre Langes Anschieber Kevin Kuske über sein Mißgeschick beim Start zum zweiten Lauf der Zweierbob-Entscheidung)

          „Wenn er einen Funken Anstand hat, kommt er nach Ruhpolding und bringt mir meine Medaille vorbei.“
          (Ricco Groß über den aus dem österreichischen Team ausgeschlossenen Biathleten Wolfgang Perner, der 2002 vor Groß Dritter im Sprint geworden war)

          „Wir müssen mal schauen. Peking 2008, vielleicht nehme ich da noch teil.“
          (Hermann Maier zur Frage nach seinem Olympia-Abschied)

          „Es war fast wie beim Shorttrack.“
          (Olympiasiegerin Tatjana Nawka aus Rußland über die Sturzserie im Eistanz)

          „In einer besseren Welt müßte man diese Methoden nicht anwenden.“
          (IOC-Sprecherin Giselle Davies über die Razzia im Lager der österreichischen Biathleten und Langläufer)

          „Jemand, der ein blutiges Stück Fleisch in das Haifischbecken wirft, darf sich über eine hysterische Reaktion nicht wundern.“
          (Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ über die Tatsache, daß Trainer Walter Mayer trotz seiner Doping-Vergangenheit nach Turin gereist war)

          „Mit dem Boot zu fahren dauert mir zu lange.“
          (Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp auf die Frage, ob er weiterhin per Flugzeug zwischen Deutschland und seinem Wohnsitz Atlanta pendeln will)

          „Ich wurde als zweites von drei Kindern geboren, also eine geborene Zweite. Insofern habe ich mich seit mehr als 20 Jahren daran gewöhnt.“
          (Claudia Künzel nach dem Gewinn der Silbermedaille im Langlauf-Sprint auf die Frage, ob sie ein Abonnement auf zweite Plätze habe)

          „Ich bin nicht vom Himmel gefallen.“
          (Amelie Kober, Olympia-Zweite im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder)

          „Es ist keine Schande, gegen Cindy Crawford zu verlieren.“
          (Langlauf-Silbergewinnerin Claudia Künzel, die allerdings hinter der Kanadierin Chandra Crawford Zweite wurde)

          „Bei uns in den Zimmern waren vielleicht zehn Grad, das war schon ein bisschen kalt. Also habe ich ein Feuer gemacht, aber da sind wir fast am Rauch erstickt“
          (Kombinierer Björn Kircheisen über die deutschen Olympia-Unterkünften in Pragelato)

          „Ich bin im Oberkörper sowieso etwas schwach. Da tut mir das zusätzliche Krafttraining bestimmt gut.“ (Kati Wilhelm über ihre Aufgabe als deutsche Fahnenträgerin bei den Olympischen Spielen)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Unsere Sprinter-Autorin: Heike Göbel

          F.A.Z.-Sprinter : Rezession, oder nicht?

          Die beunruhigenden Abschwungsignale in der deutschen Wirtschaft mehren sich schon länger. Heute erfahren wir, ob das Land in einer Rezession steckt. Was sonst noch wichtig wird, steht im Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.