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Olympia in Tokio : Takeda defensiv beim Thema Korruption 2020

Verkniffen: Der Präsident des Japanischen Olympisches Komitees, Tsunekazu Takeda Bild: AFP

Japans Sportfunktionär Takeda verteidigt sich gegen Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Olympia-Vergabe 2020 an Tokio. Fragen lässt er nicht zu. Die französische Justiz ermittelt.

          Sieben Minuten lang hat Tsunekazu Takeda sich in Tokio vor Journalisten gegen die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio verteidigt. Fragen ließ der 71 Jahre alte, angesehene Sportfunktionär nicht zu; er sitzt der Marketing-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und dem Japanischen Olympischen Komitees vor. Takedas Unwille, sich Fragen zu stellen und Erklärungen zu geben, stieß in Japan auf Kritik. Er wolle die Anschuldigungen klären, seine Unschuld beweisen und mit den französischen Ermittlern zusammenarbeiten, sagte Takeda.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die französische Justiz ermittelt gegen Takeda wegen Zahlung des Bewerbungskomitees für Tokio 2020 von zwei Millionen Dollar an eine Briefkastenfirma in Singapur wegen aktiver Bestechung. Das Geld soll an Papa Massata Diack geflossen sein, den von Interpol gesuchten Sohn des ehemaligen Präsidenten des Leichathletik-Weltverbands IAAF und ehemaligen IOC-Mitgliedes Lamine Diack. Takeda bestritt, von der Verbindung zu Diack gewusst zu haben. Er habe nur die Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt, an dem es nichts zu zweifeln gegeben habe. Takeda wiederholte, dass schon 2016 eine Untersuchung durch Externe Irregularitäten bei der Bewerbung verneint habe. Tokio hat 2013 die Olympischen Spiele gegen Madrid und Istanbul bekommen.

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