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Massaker vor Olympia 1968 : Die Toten von Tlatelolco

1968: Der Student Florencio Lopez Osuna wird bei den Auseinandersetzungen mit dem Militär verletzt. Bild: Picture-Alliance

Am 2. Oktober 1968 sterben auf der Plaza de las Tres Culturas in Mexiko-Stadt junge Menschen im MG-Feuer des „Olympischen Bataillons“. Weil bei Olympia Frieden sein soll. Was ist damals genau geschehen?

          7 Min.

          Todo es posible en la paz.“ Alles ist möglich im Frieden. So haben es die Organisatoren der Olympischen Spiele von Mexiko-Stadt 1968 befohlen. Ihr Symbol: Die Friedenstaube. Sie ist überall, unübersehbar in der Stadt. Sie fliegt im Fernsehen. Es tönt aus dem Radio. Das Organisationskomitee hat einen Dokumentarfilm in Auftrag gegeben, Titel: La Paz. Der Frieden. Es muss Frieden sein bei diesen Spielen. Und damit Frieden ist, muss alles möglich sein.

          Doch in diesem Jahr ist es nicht friedlich. Nicht unter den Studenten, nicht in Paris, Frankfurt, West-Berlin. Nicht in der Tschechoslowakei und nicht in Vietnam. In Mexiko aber muss Frieden sein. So wollen es die Herren der Macht, die Herren der PRI, der Partei der Institutionalisierten Revolution. Sie regieren Mexiko seit 1929. Sie vergeben die Posten, kontrollieren die Medien und die Industrie, sichern der weißen Oberschicht die Herrschaft über die indigene Landbevölkerung.

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