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Ein Flop bei Olympia 1968 : Die Hochsprung-Revolution des Dick Fosbury

  • -Aktualisiert am

Verkehrte Hochsprung-Welt: Dick Fosbury bleibt seinem revolutionären Stil auch in Mexiko treu – und wird mit Gold belohnt. Bild: Imago

Er war ein verkappter Revolutionär und Eigenbrötler: Der zuvor nicht als übermäßig zielstrebig aufgefallene Hochspringer Dick Fosbury hat seine Disziplin auf den Kopf gestellt.

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          Man sagt, dass ein gewisser Thomas Edison rund zehntausend unterschiedliche Prototypen gebaut hat, ehe er endlich eine Glühbirne entwickelte, die nach seinen Wünschen funktionierte. Kein Wunder, dass er irgendwann zu der selbstkritischen Feststellung gelangte, dass „Genie ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration“ sei. Aber zunächst muss man überhaupt erst einmal so weit kommen.

          Daran hätte man im Fall von Dick Fosbury durchaus Zweifel haben können. Denn seine Ambitionen als Sportler waren nicht besonders geradlinig. Sonst hätte er an der High School nicht erst Football gespielt und auf diese Weise bei einem Zusammenprall mit einem Mannschaftskameraden drei Zähne verloren. Und er hätte sich auch nicht unnötigerweise auf das Abenteuer Basketball eingelassen, obwohl er als schlanker Typ, der später auf 1,93 Meter heranwuchs, durchaus wichtige Voraussetzungen dafür besaß. Denn auch das wurde zur Sackgasse, weil es nur für einen Platz auf der Ersatzbank reichte. Sein Sportlehrer hoffte insgeheim, dass er vielleicht als Hürdenläufer reüssieren würde. Auch daraus wurde nichts. „Ich war so langsam wie Zuckerrübensirup“, erinnert sich Fosbury.

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