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Bewerbung um Olympia : Deutschland verliert den Anschluss

Was hat Australien, was Deutschland nicht hat? Das IOC hat Brisbane als bevorzugten Kandidaten für Olympia 2032 benannt. Bild: dpa

Wieder einmal hat ein deutscher Bewerber den Zuschlag für Olympia nicht bekommen. Die Strategie zu Großveranstaltungen von Sport und Politik, sagen Kritiker, ist nicht auf der Höhe der Zeit.

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          Vielleicht ist es perfektes Timing. In der vergangenen Woche scheiterte die Initiative für die Olympiabewerbung von Rhein-Ruhr 2032, und schon an diesem Mittwoch stellen bei einer öffentlichen Anhörung im Sportausschuss des Deutschen Bundestages Innenministerium und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) eine „Nationale Strategie Sportgroßveranstaltungen“ vor. Deren Ziel: „Gemeinsam. Mehr. Wirkung.“ Das bedeutet, selbstverständlich: Olympische Spiele in Deutschland.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Vielleicht war es aber auch schlechtes Timing. Weil bis zu zweihundert Experten seit 2019 an der Strategie arbeiteten, die nun auf 103 Seiten vorliegt, verpasste das Rhein-Ruhr-Projekt womöglich den Anschluss. Der verhinderte Kandidat konnte eben noch nicht von der vernetzten Expertise profitieren, die gewiss darauf aufmerksam gemacht hätte, dass sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dessen Präsident Thomas Bach schon im Februar auf einen Bewerber festlegen wollte: Brisbane in Australien.

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