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Olympische Winterspiele : Nordkorea ohne Athleten

  • -Aktualisiert am

Die Olympischen Winterspiele 2018 finden im Februar in Südkorea statt. Bild: Picture-Alliance

Ob Pjöngjang Sportler nach Pyeongchang sendet, ist nicht nur eine politische Frage. Die meisten Wintersportler Nordkoreas sind schlicht zu schlecht, um sich für Olympia zu qualifizieren.

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          Der Start einer nordkoreanischen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang könnte daran scheitern, dass keiner der Athleten des Landes regulär die Qualifikation schafft. „Bisher kann das Nationale Olympische Komitee der Volksrepublik Korea nicht bestätigen, dass es teilnehmen wird, weil noch keine Athleten qualifiziert sind“, sagte Ung Chang, das nordkoreanische Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dem hauseigenen Olympic Channel am Rande der Sitzungen in Lima.

          Evi Simeoni
          (oni.), Sport

          Chang erinnerte daran, dass das NOK seines Landes auch keine Athleten zu den Winterspielen 2014 nach Sotschi geschickt habe. „Wer qualifiziert ist, kann dorthin gehen, wer nicht, kann das nicht“, sagte er gegenüber Reportern. Offenbar will sich Nordkorea nicht der Blamage aussetzen, nur aufgrund des Großmuts der Organisationen bei den Spielen dabei zu sein. IOC-Präsident Thomas Bach hatte mehrmals betont, dass das IOC auch bereit sei, Einladungen auszusprechen, um nordkoreanische Sportler zu den Spielen nach Südkorea zu bringen. Eine Außerseiterchance auf Qualifikation hat noch ein Eiskunstlauf-Paar Ende September bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf. Laut Chang gebe es weitere Versuche im Shorttrack und im Ski-Langlauf. Wintersport ist in Nordkorea nicht populär.

          Trotz des abermaligen nordkoreanischen Raketen-Abschusses während der IOC-Sitzungen in Lima blieb Bach bei der in seiner Eröffnungsrede signalisierten Haltung: keine Alternativpläne. „Jetzt über verschiedene Szenarien zu sprechen würde die falsche Botschaft aussenden“, sagte er. „Es würde die Bemühungen derer unterminieren, die an einer diplomatischen Lösung arbeiten.“

          Bach sagte, er sehe nicht die Spur einer Gefährdung der Spiele aufgrund der politischen Spannungen. Auch der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, ein Südkoreaner, der in Lima zum Chef der IOC-Ethik-Kommission gewählt wurde, äußerte sich optimistisch. „Ich erwarte, dass viele nordkoreanische Athleten teilnehmen werden“, sagte er. Ergänzte aber auch: „Lassen Sie uns abwarten, ob sie es schaffen, dass ihre Sportler sich qualifizieren.“

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