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Outfit für Rio 2016 : So sehen die deutschen Sportler bei Olympia aus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Cooler Chic statt bunter Samba-Look: Das deutsche Olympia-Team präsentiert ihr Outfit für die Spiele in Rio. Bei der Modenschau gibt es aber auch eine ernüchternde Botschaft zu verkünden.

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          Cooler Chic statt bunter Samba-Look: Die deutsche Olympia-Mannschaft wird bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der XXXI. Sommerspiele in Rio de Janeiro kein Farbtupfer sein, dürfte mit dem modernen Outfit aber eine gute Figur machen. „Die Kleidung ist elegant und super angenehm. Man kann sich darin wohlfühlen“, sagte Hockey-Olympiasieger Philipp Rabente am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Kollektion für die Rio-Spiele und die Paralympics. „Das hat sich wie ein Startschuss für Olympia angefühlt“, sagte der Essener nach einer rasanten, peppigen Modenschau. Er durfte stellvertretend für das deutsche Team beim Entwurf des Outfits, das mehr als 75 Teile umfasst, mitwirken.

          Bei der Eröffnungsfeier am 5. August im Maracanã-Stadion werden die Athletinnen mit einem leichten, silberfarbenen Parka, einem weinroten T-Shirt sowie einem grauen Rock mit Leggings drunter einziehen. Dezent bunt sind nur die Lackschuhe mit Schnürsenkel und Sohlen in den deutschen Farben schwarz, rot und gold. Die Sportler tragen statt Parka zur grauen Hose eine schwarze Jacke. „Die Kleidung ist schlicht, nicht so grell“, sagte Sprint-Talent Gina Lückenkemper. „Echt cool“, befand auch Handball-Nationalspieler Steffen Weinhold.

          „Es ist eine funktionale Kleidung zum Wohlfühlen. Wenn damit hunderte deutsche Athleten einmarschieren werden, wird das ein tolles Bild geben“, urteilte Chef de Mission Michael Vesper. Der Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte aber am Rande der Klamotten-Präsentation auch eine ernüchternde Botschaft zu verkünden.

          Hockeyspieler Moritz Fürste (links), die paraolympische Kanutin Edina Müller und Beachvolleyballerin Karla Borger freuen sich über das neue Outfit. Bilderstrecke

          Der DOSB hat die Medaillenprognose für die Spiele am Zuckerhut gesenkt. „Wir haben den Zielkorridor aktualisiert und sind auf 38 bis 68 Medaillen heruntergegangen“, sagte Vesper, fügte aber hinzu: „Ich bin aber nicht pessimistisch. Man muss den Korridor nicht unbedingt von unten sehen, sondern kann ihn auch von oben betrachten.“ Bei den Zielvereinbarungen mit den Spitzenverbänden vor drei Jahren war noch eine Zahl zwischen 40 und 70 Medaillen ermittelt worden, nachdem bei den Sommerspielen in London das deutsche Team 44 (11 Gold/19 Silber/14 Bronze) Edelplaketten und damit drei mehr als in Peking 2008 holte.

          Die deutsche Mannschaft für Rio wird nach DOSB-Angaben rund 450 Athleten groß sein. Darunter sind fünf Teams (Fußball, Hockey und Handball) – zwei mehr als vor vier Jahren an der Themse. Das größte Aufgebot werden die Leichtathleten mit bisher 103 Norm-Erfüllern stellen. Nominierungsschluss beim DOSB ist der 12. Juli.

          Wer mit dabei ist, kämpft nicht nur um Gold, Silber oder Bronze, sondern auch um Geld. Ein Olympiasieger wird eine Prämie von 20.000 Euro erhalten. „Das ist im Vergleich zu anderen Ländern nicht so viel, aber auf jeden Fall eine Anerkennung“, sagte Vesper. Die Kosten für die Olympia-Mission werden mit rund neun Millionen Euro veranschlagt.

          Zu den anschließenden Paralympics vom 7. bis 18. September sollen rund 150 deutsche Behindertensportler reisen. „Wir fahren mit guten Hoffnungen“, sagte Behindertensport-Präsident Friedhelm Julius Beucher. „Die bisherigen Leistungen der Athleten lassen darauf schließen, dass wir unsere Topstellung in der paralympischen Welt unterstreichen oder ausbauen können.“

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