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Kampf um Fußball-Turnier : Özil-Affäre gefährdet Zuschlag für EM 2024

Grindel, Merkel und Lahm als EM-Bewerber: Eine Niederlage müsste der DFB-Präsident persönlich nehmen. Bild: Picture-Alliance

Rassismus-Vorwürfe als Strategie: Die Konkurrenz um die EM 2024 zwischen Deutschland und der Türkei könnte hässliche Züge annehmen. Nun gerät DFB-Präsident Grindel weiter unter Druck.

          3 Min.

          Die Affäre um den zurückgetretenen Nationalspieler Mesut Özil ist nicht nur zum Politikum geworden. Ihre massiven Auswirkungen gefährden immer mehr die Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um die Europameisterschaft im Jahr 2024. Gegenkandidat ist die Türkei – und aus Kreisen des europäischen Fußballverbandes Uefa ist die Befürchtung zu hören, dass das Duell um das lukrative Turnier zu einer Schlammschlacht werden könnte.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Uefa-Sitz in Nyon am Genfer See wird nach Informationen der F.A.Z. derzeit der Versuch der türkischen Bewerber registriert, die Verwerfungen um Özil gezielt zu nutzen, um unter Funktionären, die am 27. September über den Ausrichter im Jahr 2024 entscheiden werden, eine Antipathie gegen Deutschland zu wecken. Von einem „Foulspiel“ ist die Rede, seit die vom türkischen Fußballverband für die EM-Kampagne beauftragte PR-Agentur im Ausland eine indirekte Rassismus-Kritik an Deutschland verbreitet hat.

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