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Neue Corona-Maßnahmen : Der Sport ist keine Nebensache

  • -Aktualisiert am

Der neue Stillstand trifft vor allem den Amateursport hart. Bild: dpa

Auch in der Pandemie und angesichts der neuen Einschränkungen muss der Sport darauf verweisen, wie wichtig er für die Gesundheit ist. Sonst wird der Schaden höher sein als der Gewinn.

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          Auch der Sport hat seinen Teil getragen in dieser Pandemie. Er muss das tun, wenn er seiner proklamierten Rolle als Stütze der Gesellschaft gerecht werden will. Man darf also Ansprüche an ihn stellen, an sein Selbstverständnis: die Gemeinschaft zu suchen, mit ihr zu wachsen, sich gegenseitig zu helfen, Druck auszuhalten, Niederlagen zu verarbeiten und Frust zu kompensieren. Im Frühjahr ist der organisierte Sport durch die Solidarität seiner Mitglieder aufgefallen. Die Beiträge flossen, auch wenn sich monatelang nichts bewegte, die Kreativität wuchs. Das wird auch im zweiten, am Mittwoch von der Bundesregierung und den Ländern beschlossenen Lockdown für alle Amateurvereine so sein. Dort wo die Emotion das Leben bereichert, ist auch die Vernunft zu Hause.

          Das heißt aber nicht, dass sich der organisierte Sport still ins Eck zurückziehen sollte. Er muss den Mund aufmachen und allen Politikern oder Prominenten entgegentreten, die mit großer Geste immer noch von der „schönsten Nebensache“ der Welt faseln und mit diesem längst überholten Satz den Sport in die Ecke stellen – als überflüssig. Das mag für das Treiben mancher Hochleistungsathleten gelten. Aber nicht für die vielen Bürger in 90.000 Vereinen. Allein 27 Millionen Mitgliedschaften zählt der Deutsche Olympische Sportbund. Dazu kommen weitgehend Ungezählte, die sich in privaten Zirkeln treffen, allein joggen oder Fitnesscenter aufsuchen.

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