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DOSB : Namen und Fakten der Mitgliederversammlung

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Für den deutschen Sport: Die DOSB-Mitglieder haben entschieden. Bild: dpa

Der Deutsche Olympische Sportbund hat auf seiner Mitgliederversammlung Weichen gestellt. Neben den Wahlen hat vor allem die Entscheidung gegen eine Aufnahme des eSports Folgen.

          2 Min.

          Die Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben am 1. Dezember 2018  in Düsseldorf das Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt. Unter anderem wurde Alfons Hörmann als Präsident des DOSB mit 383 von 444 abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Der Minuten vor der Wahl zum Gegenkandidaten vorgeschlagene Martin Engelhardt erhielt 61 Stimmen. Finden Sie hier Wahlergebnisse und ausgewählte Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

          Präsident: Alfons Hörmann

          Vizepräsidentin Leistungssport: Uschi Schmitz

          Vizepräsident Finanzen: Kaweh Niroomand

          Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung: Andreas Silbersack

          Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung: Prof. Gudrun Doll-Tepper

          Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung: Dr. Petra Tzschoppe

          Vorsitzender der Deutschen Sportjugend: Jan Holze

          Gewählter Vertreter der Athleten-Kommission: Jonathan Koch

          Als Mitglied der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC): Britta Heidemann

          Neues Ehrenmitglied: Walter Schneeloch

          Die Mitgliederversammlung wählte erstmals eine Ethik-Kommission

          Vorsitzender:  Thomas de Maizière

          Mitglieder: Prof. Hansjörg Geiger, Kati Wilhelm. Ersatzmitglied: Betty Heidler.

          Thomas de Maizière gab bekannt, dass er sein Amt aufnehmen wird, sobald die Bestätigung des Karenzzeit-Gremiums der Bundesregierung vorliegt, dass kein Interessenkonflikt aufgrund seines früheren Ministeramtes besteht.

          Neue Persönliche Mitglieder des DOSB:

          Stephan Abel, Verena Bentele, Ole Bischof, Kirsten Bruhn, Dorothea Brandt, Erika Dienstl,  Moritz Fürste, Ulrich Grillo, Max Planer, Marion Rodewald, Marc Schuh, Ulla Schmidt Prof. Klaus Steinbach, Kristina Vogel, Benedikt Wagner. Der zunächst ebenfalls vorgeschlagene frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière erklärte vor der Wahl, dass er auf Grund seiner möglichen Wahl in die neue DOSB-Ethikkommission nicht zur Verfügung stehe.  Von den insgesamt bis zu 15 Persönlichen Mitgliedern sind mindestens fünf Frauen und fünf Männer zu wählen. Die Persönlichen Mitglieder werden für vier Jahre gewählt. Ihre Wahlperiode endet jeweils mit dem Beschluss über die Entlastung des Präsidiums in der betreffenden Mitgliederversammlung.  

          Beschlüsse der  DOSB-Mitgliederversammlung

          Der sogenannte „eSport“ soll keinen Zugang zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erhalten. Die Mitgliederversammlung bestätigte die Position des Vorstands und des Präsidiums mit großer Mehrheit bei nur fünf Gegenstimmen.  Der DOSB erkennt demnach elektronische Sportartensimulationen („virtuelle Sportarten“) an, lehnt aber „eGaming“ ab. Darunter versteht der Dachverband alle Computerspiele, die „nicht den virtuellen Sportarten entsprechen“. Damit sind unter anderem Spiele wie Counterstrike gemeint, die ein virtuelles Kriegsspiel simulieren. Sie umfassen den größten und populärsten Teil der Branche.  Der DOSB geht davon aus, „dass eGaming in seiner Gesamtheit nicht den zentralen Aufnahmekriterien entspricht, die das Sport- und Verbändesystem unter dem Dach des DOSB konstituieren und prägen“.  Man wirke „konsequent darauf hin, dass keine eGaming-Aktivitäten in Vereinen angeboten werden, die dem anerkannten Wertekanon des DOSB-Sportsystems nicht entsprechen“.  Man setze sich dafür ein, die virtuellen Sportarten unter dem Dach des organisierten Sports als gemeinnützig anzuerkennen und wendet sich entschieden gegen eine Aufnahme von „eGaming/eSport“ in die Abgabenordnung, hieß es weiter. eGame-Organisationen, der eSport-Bund Deutschland (ESBD) und auch Vertreter aus der Politik hatten die Positionierung des DOSB im Vorfeld der Mitgliederversammlung heftig kritisiert.

          Das Konzept zur Verbesserung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Trainer wurde nicht verabschiedet. Die Arbeit der sogenannten AG Mustervertrag wird fortgesetzt und soll handwerkliche Fehler, die einer Umsetzung im Wege stehen beseitigen. Eine verbesserter, für alle Parteien akzeptabler Vorschlag soll bei der Mitgliederversammlung 2019 vorgestellt und verabschiedet werden. Im Kern geht es darum, Trainern eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen bieten zu können. Damit soll der Abwanderung ins Ausland, dem Wechsel von Trainern in andere Berufszweige entgegengewirkt und dem Nachwuchs ein attraktiveres Angebot gemacht werden.

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