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Nach WM in Brasilien : Fifa muss neue Sponsoren suchen

Freuen sich auf neue Sponsoren: Fifa-Präsident Blatter, WM-Gastgeber Putin (l.) Bild: Reuters

Mittlerweile sind es fünf Sponsoren, die der Fifa in den vergangenen Monaten den Rücken gekehrt haben. „Ganz normal“, sagt der Weltverband. Fest steht: Ein deutscher Dax-Konzern bekommt anderswo für weniger Geld die gleiche Werbewirkung.

          Der Internationale Fußball-Verband (Fifa) hat Spekulationen zurückgewiesen, dass die anhaltende Diskussion um korruptionsverdächtige WM-Vergaben und um das für viele so schlechte Erscheinungsbild der Organisation zum Rückzug einiger wichtiger Sponsoren führen würde. „Ein Wechsel am Ende von Sponsoring-Zyklen ist ganz normal“, sagte Fifa-Marketingchef Thierry Weil dieser Zeitung.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zugleich bestätigte er, dass die Unternehmen Continental, Castrol sowie Johnson & Johnson wie von Anfang an vertraglich „geplant“, ihre Kooperation mit der Fifa zum 31. Dezember 2014 beendet hätten. Für den Weltverband ist es schon der fünfte Werbepartner innerhalb kürzester Zeit, der sein Engagement nicht verlängert hat.

          Der Dax-Konzern Continental begründet seinen Ausstieg nach acht Jahren rein strategisch mit anderen Sponsorenpaketen im Fußball, die insgesamt auch eine weltweite Abdeckung böten, wie ein Continental-Sprecher der F.A.Z. auf Anfrage mitteilte. Im vergangenen Jahr hatten sich nach der WM in Brasilien schon die Fluglinie Emirates und der hochverschuldete Elektronikkonzern Sony aus dem Sponsorenkreis der Fifa verabschiedet.

          Trotz der Abgänge kann bezweifelt werden, das die Fifa in eine Sponsoren-Krise gerät. Die WM ist für Unternehmen aus der globalen Konsumgüterindustrie immer noch eine begehrte Werbeplattform. Große Unternehmen wie Coca-Cola, Hyundai-Kia, Visa sowie Adidas gehören weiterhin zu den Topsponsoren. Der deutsche Sportartikelkonzern verlängerte zuletzt bis 2030 - ihn kostete das Fifa-Engagement im WM-Jahr rund 75 Millionen Euro. Insgesamt nahm die Fifa zuletzt in einem WM-Zyklus über vier Jahre von den Sponsoren fast eine Milliarde Euro ein. „Wir stehen in fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer Reihe von Unternehmen“, sagte Fifa-Mann Weil.

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