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Rassistische Beleidigung : Judo-Trainer freigestellt

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Von seinen Aufgaben entbunden: Judo-Trainer Möller (Archivbild) Bild: Picture-Alliance

Judo-Trainer Möller wurde von seinen Aufgaben entbunden, nachdem ein Judoka geschildert hatte, Möller habe ihn rassistisch beleidigt und körperlich attackiert. Bundestrainer Guedes bestätigte einen Vorfall.

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          Der Landessportbund Berlin hat den Judo-Trainer Frank Möller von seinen Aufgaben entbunden. „Der Landessportbund hat den Trainer am Montagabend freigestellt“, sagte LSB-Sprecher Oliver Weiß an diesem Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zu den Gründen sei aufgrund des laufenden Verfahrens Stillschweigen vereinbart worden.

          Hintergrund dürfte die Schilderung des Hamburger Nachwuchs-Judoka Losseni Koné zum Ablauf eines Grillfestes am 2. Oktober im Trainingslager in Kienbaum sein. Dieser Zeitung hatte Koné erzählt, Möller habe ihn rassistisch beleidigt und körperlich angegriffen, unter anderem mit dem Handballen geschlagen.

          Bundestrainer Pedro Guedes hatte einen Vorfall während des Trainingslagers am Olympiastützpunkt in der Vorbereitung auf die Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Marrakesch bestätigt. Möller verließ das Trainingslager nach dem Vorfall und nahm entgegen der Planung des Verbandes nicht an der U-21-Weltmeisterschaft in Marokko teil. „Es ist meine Verantwortung, Sportler zu schützen“, sagte Guedes.

          Möller, Bronzemedaillengewinner im Schwergewicht bei den Olympischen Spielen 1996, äußert sich derzeit „aufgrund des laufenden Verfahrens“ nicht zu der Angelegenheit. Am Freitag wird sich der Rechtsausschuss des Deutschen Judo-Bundes in Potsdam mit dem Fall befassen. Koné hat keine Anzeige gegen Möller gestellt.

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