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Moderner Fünfkampf : Schormann als Weltverbands-Chef bestätigt

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Weltverbandspräsident Klaus Schormann Bild: picture alliance/dpa

Bei der ersten Mitgliederversammlung nach dem Drama um Annika Schleu wurde Klaus Schormann wiedergewählt. Der Moderne Fünfkampf will sich wandeln – für das Springreiten soll eine alternative Sportart gesucht werden.

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          Klaus Schormann bleibt Präsident des Weltverbandes im Modernen Fünfkampf. Wie die Union Internationale de Pentathlon Moderne (UIPM) am Sonntagabend mitteilte, wurde der 75-Jährige auf dem digital abgehaltenen Kongress mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Schormann steht seit 1993 dem Verband vor. Auch sein erster Vizepräsident, Juan Antonio Samaranch Jr. (62), wurde wiedergewählt. Zudem sprachen sich die Delegierten mehrheitlich dafür aus, dass der Verband nach einer alternativen Sportart für das Springreiten suchen soll.

          Es war die erste Mitgliederversammlung seit den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio und den Vorfällen um die Deutsche Annika Schleu beim Reiten. Die damals Führende im Zwischenklassement war mit einem ihr zugelosten und völlig verunsicherten Pferd nicht zurechtgekommen, hatte verzweifelt Gerte und Sporen eingesetzt. Dies hatte für Aufsehen und heftige Kritik gesorgt.

          Unter anderem wurde von der UIPM gefordert, das Reiten als Disziplin aus dem Fünfkampf zu nehmen. Schormann hatte das Springreiten kurz nach den Spielen allerdings noch als „integralen Bestandteil des Modernen Fünfkampfs auf der Grundlage der Vision von Baron Pierre de Coubertin“ bezeichnet.

          Anfang November hatte die UIPM dann doch ein Verfahren eingeleitet, um einen geeigneten Ersatz für das Reiten zu finden. Der Verband hatte damals von einem „historische Schritt“ geschrieben, nachdem der Vorstand die Entscheidung gebilligt habe. Nun gab es auch die Zustimmung von den Mitgliedsverbänden.

          Bei Olympia 2024 wird ein im Vergleich zu Tokio verändertes Format genutzt, Reiten gehört aber noch zum Fünfkampf in Paris. Die Änderungen sollen rechtzeitig für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles 2028 umgesetzt werden.

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