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Hartung fordert Impf-Diskussion : Wann sollen Spitzensportler an der Reihe sein?

Wünscht sich eine Debatte: Max Hartung Bild: dpa

Viele Nationen haben ihre Olympia-Anwärter bereits geimpft oder haben es vor. Der Vorsitzende der Vereinigung „Athleten Deutschland“, Max Hartung, äußert sich nun gegenüber der F.A.Z. dazu.

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          Der Säbelfechter Max Hartung fordert eine differenziertere Diskussion über die Frage, ob Spitzensportler hierzulande in der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus vorgezogen werden sollten.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          „Die Sportlerinnen und Sportler, mit denen ich gesprochen habe, halten es für richtig, dass diejenigen mit einem hohen Risiko, schwer zu erkranken, Priorität haben müssen, genauso wie medizinisches Personal und Beschäftigte in der Daseinsvorsorge“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung „Athleten Deutschland“ der F.A.Z. und hat einen Vorschlag: „Es wäre sinnvoll, Athleten, die die Bundesrepublik bei Wettkämpfen vertreten sollen, als eigene Gruppe zu betrachten und zu diskutieren, wann diese in der Impfreihenfolge drankommen sollte.“

          In der kommenden Woche wird Hartung, der sich auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereitet, am Weltcup in Budapest teilnehmen. Schon jetzt weiß er, dass zumindest seine Konkurrenten aus Italien und Ungarn geimpft sind. „Früh geimpft zu sein und damit mit weniger Sorgen trainieren zu können ist ein großer Vorteil“, sagte Hartung. Außerdem drängt die Zeit. „Der Nachteil ist jetzt schon immens und wird mit jedem Tag größer.“

          Viele Nationen haben ihre Olympia-Anwärter bereits geimpft oder haben es vor. Zuletzt wurde bekannt, dass das Belgische Olympische Komitee seine Regierung um 500 Impfdosen gebeten hat. Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, versicherte den Gastgebern in Tokio bereits, dass „eine beträchtliche Zahl“ von Sportlern mit einer Corona-Impfung zu den Spielen anreisen würde.

          Hartung sagt: „Ich halte es für notwendig, dass die Diskussion schon geführt ist, wenn die Hochrisikogruppen fertig geimpft sind. Damit verbunden ist automatisch auch die Frage nach dem Wert des Spitzensports in Deutschland.“

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