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Eishockey : Machtkampf beim deutschen Verband

Die Erstligavereine wollen DEB-Generalsekretär Franz Reindl als neuen Präsidenten Bild: dpa

Die Eishockey-Profiklubs wehren sich gegen eine Wiederwahl von DEB-Präsident Uwe Harnos. Sie kritisieren die Grabenkämpfe im Verband. Eine Alternative haben sie auch schon.

          1 Min.

          Uwe Harnos stößt mit seiner Absicht, sich als Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) wiederwählen zu lassen, auf Widerstand der Profiklubs. „In den letzten Jahren wurde nicht viel getan. Das aktuelle Präsidium hat sich in Grabenkämpfe verstrickt, und der Sport bleibt mal wieder auf der Strecke“, sagte der Geschäftsführer der Grizzly Adams Wolfsburg, Karl-Heinz Fliegauf, der Nachrichtenagentur dpa.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Er bestätigte einen Bericht der „Sport-Bild“, wonach sich die 14 Erstligavereine den bisherigen DEB-Generalsekretär Franz Reindl als künftigen Präsidenten wünschen: „Er hat alles dafür.“

          Reindl ist seit 1991 beim DEB beschäftigt. Der ehemalige Nationalspieler und Bronzemedaillen-Gewinner von 1976 hatte zuletzt die Aufgabe als Sportdirektor des Verbandes nach Meinungsverschiedenheiten mit Harnos verloren.

          Der 59-Jährige kümmert sich momentan um die Organisation der WM 2017 in Köln und Paris. Zudem ist er Geschäftsführer der Nationalmannschafts-GmbH, die DEB und DEL zur besseren sportlichen und wirtschaftlichen Betreuung des Teams gegründet haben. Der Garmisch-Partenkirchener sagte, er fühle sich durch das Ansinnen der DEL-Vertreter „geehrt, es überrascht mich aber auch“.

          Er werde „die Situation sacken lassen“ und das Für und Wider einer Kandidatur abwägen. Harnos sagte, dass er ebenfalls später Stellung beziehen wolle. Gewählt wird das Präsidium am 19. Juli in Frankfurt.

          Uwe Harnos’ Absicht, sich zur Wiederwahl zu stellen, stößt auf Anlehnung
          Uwe Harnos’ Absicht, sich zur Wiederwahl zu stellen, stößt auf Anlehnung : Bild: picture alliance / dpa

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