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Lockerungen beim Sporttreiben : Ein erster Schritt

Was geht für Breitensportler in Hessen? Fitnesstraining unter freiem Himmel. Bild: dpa

Der Trainingsbetrieb kommt wieder ins Rollen. Freizeit- und Breitensportler haben sehnsüchtig darauf gewartet. Doch nur wer auf Abstand achtet, kann wieder Körper und Geist schulen.

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          Jetzt geht’s wieder los. Es wird fleißig Tennis und Golf gespielt, in der Leichtathletik gelaufen, gesprungen und geworfen – und in wenigen Tagen dann auch wieder in Fitnessstudios an den Geräten gearbeitet. Alles mit Abstand und stets mit Augenmaß. Freizeit- und Breitensportler haben sehnsüchtig auf das Signal der Politik gewartet, dass der Startschuss nach zwei Monaten zwangsbedingter Corona-Pause endlich erfolgt.

          Schon zuvor hatte die hessische Landesregierung in Not geratenen Sportvereinen im Rahmen des Förderprogramms „Weiterführung der Vereins- und Kulturlandschaft“ bis zu 10.000 Euro pro Verein zur Verfügung gestellt, um die finanziellen Folgen der Pandemie zu minimieren. Geld, das schnell und unbürokratisch helfen soll, „das vielfältige Angebot im Sport in seiner ganzen Bandbreite zu erhalten. Die Vereine sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, begründete Sportminister Peter Beuth die Maßnahme.

          Turnen, Tanzen, Triathlon, Tischtennis. Der Trainingsbetrieb kommt langsam wieder ins Rollen. Doch von richtigem Sport, der auch und vor allem in Wettkämpfen zum Ausdruck kommt, kann noch nicht die Rede sein. Anders als die Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen, die vom Monatsende an nach den Vorstellungen ihres Landeschefs Armin Laschet wieder mit Körperkontakt in die Vollen gehen sollen, sind die Hessen von einer vollständigen Normalisierung noch ein großes Stück entfernt.

          Ministerpräsident Volker Bouffier will nichts überstürzen. Für den einstigen Gießener Basketballspieler ist die Einhaltung der Corona-Regeln weiter das Gebot der Stunde. Für den Sport an der Basis kommt dies einem kaum zu bewältigenden Spagat gleich. Immerhin: Rolf Müller, als Präsident des Landessportbundes (LSB) um das Wohl der 2,1 Millionen hessischen Sportvereinsmitglieder besorgt, ist schon zufrieden, dass es überhaupt wieder vorangeht. „Das ist gut für die Psyche, für die Gesundheit und für das soziale Miteinander, das wir alle in der letzten Zeit schmerzlich vermisst haben.“

          Volleyball, Basketball, Handball: Wer auch hier auf Abstand achtet, kann wieder Körper und Geist schulen. Ärgerlich nur, dass die Schwimmer noch warten müssen. Für sie liegt noch kein finales Rückkehrkonzept vor. Ausgerechnet Schwimmen. Die Sportart, in der LSB-Präsident Müller zu Hause ist und für die er jede Gelegenheit zur Werbung nutzt. In diesen Tagen mehr denn je.

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