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Bericht über Testosteron-Regel : Verjagt und verletzt

Kämpft für ihr Recht auf Unversehrtheit: Caster Semenya Bild: Reuters

Der Leichtathletik-Weltverband zwingt Frauen, die auf Strecken von 400 Metern bis eine Meile antreten, einen Testosteron-Höchstwert auf. Ein Bericht von Human Rights Watch belegt die erschütternden Konsequenzen: Diskriminierung, Überwachung und erzwungene medizinische Eingriffe.

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          Annet Negesa arbeitet am sportlichen Comeback. Die Läuferin trainiert in Berlin, das zeigt ein Video, mit dem die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ihren 127 Seiten umfassenden Report begleitet, der am Freitag veröffentlicht wurde. Der Titel: „Sie verjagen uns aus dem Sport“. Der Inhalt: die Auswirkungen des Regelwerks, mit dem der Leichtathletik-Weltverband (früher IAAF, heute World Athletics, WA) Frauen, die auf Strecken von 400 Metern bis eine Meile antreten, einen Testosteron-Höchstwert aufzwingt.

          Frauen mit bestimmten geschlechtlichen Charakteristika, im Regelwerk 46 XY DSD genannt. Frauen wie Caster Semenya aus Südafrika, Olympiasiegerin über 800 Meter, Annet Negesa aus Uganda, Afrika-Meisterin 2011, bevor sie sich einer Operation unterziehen musste, der sie nie zugestimmt hat. Frauen wie Francine Niyonsaba aus Burundi, Zweite hinter Caster Semenya in Rio de Janeiro 2016, die am Freitag, von HRW in eine Pressekonferenz geschaltet, sagte: „Man sagt uns, wir müssen unsere Körper ändern, aber für uns macht das keinerlei Sinn.“ Die Regeln, fordert die Organisation, müssen zurückgenommen werden, das Internationale Olympische Komitee (IOC) müsse dafür sorgen, dass internationale Sportverbände sich eine Menschenrechtsstrategie aneignen.

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