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Lauftrainer Salazar : Lebenslang gesperrt

Wegen diverser Vergehen mit Berufsverbot belegt: Alberto Salazar Bild: dpa

Wegen sexuellen und emotionalen Fehlverhaltens wird Lauftrainer Salazar auf Lebenszeit gesperrt. Der frühere Kopf des „Oregon-Projects“ von Nike soll auch Doping-Verhalten gefördert haben.

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          Alberto Salazar, der frühere Kopf und Trainer des Nike Oregon Project, ist am Montag wegen sexuellen und emotionalen Fehlverhaltens auf Lebenszeit gesperrt worden. Dies geht aus einem Eintrag auf der Website des US Center For SafeSport mit Sitz in Denver (Colorado) hervor.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der 62 Jahre alte Salazar, in den achtziger Jahren einer der besten Marathonläufer der Welt, gründete 2001 eine Trainingsgruppe für den Sportartikelhersteller Nike, in der er neben anderen den viermaligen britischen Olympiasieger Mo Farah betreute. Im August 2019 wurde er von der Anti-Doping-Agentur der Vereinigten Staaten (Usada) für vier Jahre gesperrt, weil er „verbotenes Doping-Verhalten orchestriert und gefördert“ habe. Zudem habe er die im Sport verbotenen Substanzen L-Carnitin und Testosteron eingesetzt und versucht, Doping-Kontrollen und -Ermittlungen zu manipulieren und zu behindern.

          Der Vorstandsvorsitzende der Usada, Travis Tygard, machte bekannt, dass während der mehrjährigen Ermittlungen Zeugen anonym mit dem Tod bedroht wurden. Salazar geht vor dem Obersten Sportschiedsgericht (Cas) in Lausanne gegen die Sperre vor. Als 2019 zunächst die Läuferin Mary Cain und in der Folge weitere Sportlerinnen von unangemessenem Druck und Bloßstellungen innerhalb der Gruppe berichteten, wurde Salazar vom Center For SafeSport zunächst temporär gesperrt. Gegenüber seiner Heimatzeitung The Oregonion lehnte Salazar ab, die Sperre zu kommentieren. Er kann Widerspruch einlegen.

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