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Kriterien erfüllt : Rusada vor Rückkehr

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Russland scheint bereit, unabhängigen Experten Zugang zum Labor in Moskau und den darin befindlichen Daten und Proben zu gewähren. Bild: Picture-Alliance

Die Russische Anti-Doping-Agentur steht vor der Begnadigung. Russland scheint bereit, unabhängigen Experten Zugang zum Moskauer Labor sowie zu den Daten und Proben zu gewähren.

          Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada darf nach fast drei Jahren auf die Aufhebung der Suspendierung hoffen. Der Compliance-Prüfungsausschuss der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat eine Woche vor der Exekutivsitzung der Wada eine entsprechende Empfehlung abgegeben. Wie die Agentur am Freitag mitteilte, sieht das Gremium die zwei noch offenen Kriterien von der Rusada als erfüllt an. Demnach habe das russische Sportministerium die im Zuge des Doping-Skandals identifizierten Probleme anerkannt. Das bislang genannte Kriterium – die Anerkenntnis des Berichts des Wada-Sonderermittlers Richard McLaren – wird in der Pressemitteilung der Wada nicht explizit genannt. Außerdem, heißt es bei der Wada, sei Russland bereit, unabhängigen Experten Zugang zum Labor in Moskau und den darin befindlichen Daten und Proben zu gewähren.

          Russland warte jetzt hoffnungsvoll auf die Wada-Sitzung, sagte Sportminister Pawel Kolobkow in Moskau der Agentur Tass zufolge. Die Agentur in Moskau hatte 2015 im Skandal um das russische Staats-Doping-System ihre Anerkennung verloren. Russische Sportler waren bei den Winterspielen in Pyeongchang im Februar nur ohne eigene Flagge und Hymne zugelassen gewesen. Kurz nach Olympia hatte das Internationale Olympische Komitee die Sanktionen wieder aufgehoben. Funktionäre innerhalb und außerhalb des IOC hatten in den vergangenen Monaten massiv auf eine Wiedereinsetzung der Rusada gedrängt.

          Dagegen hatten sich zahlreiche Sportler gewehrt, zuletzt hatten britische Athleten am Donnerstag einen Brief an den Wada-Präsidenten Craig Reedie geschrieben und ihn gebeten, strikt auf die Einhaltung der Kriterien zu achten. Travis Tygart, der Chef der amerikanischen Anti-Doping Agentur, sagte dem Portal insidethegames.com, die Empfehlung des Prüfungsausschusses „stinke zum Himmel“. Die Wada gewichte die Interessen einer handvoll Funktionäre höher als den Schutz Millionen sauberer Sportler.

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