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Korruptionsprozess : „Vollständige Rehabilitierung“

PSG-Präsident Al-Khelaifi (rechts) stand im Verdacht, sich durch Geschenke an der früheren Fifa-Generalsekretär Valcke (links) Übertragungsrechte gesichert zu haben. Bild: AFP

PSG-Präsident Al-Khelaifi wird vom Vorwurf der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen. Der frühere Fifa-Generalsekretär Valcke erhält eine Bewährungsstrafe.

          1 Min.

          Nasser al Khelaifi, Präsident des französischen Fußballmeisters Paris Saint-Germain, Mitglied der Exekutive der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und Chef des Senders BeIN Sport, ist vom Schweizerischen Bundesstrafgericht in Bellinzona vom Vorwurf der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen worden.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Zugleich sprach das Gericht Jérôme Valcke, den früheren Generalsekretär des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa), von den Vorwürfen passiver Bestechung und mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung frei. Die Staatsanwaltschaft, die es als erwiesen angesehen hatte, dass der qatarische Geschäftsmann Valcke beschenkt habe, um bei der Vergabe von Übertragungsrechten zum Zug zu kommen, hatte für al Khelaifi zwei Jahre und vier Monate Haft gefordert, für Valcke drei Jahre. Al Khelaifi bezeichnete den Freispruch als „vollständige Rehabilitierung“.

          Valcke wurde allerdings wegen Urkundenfälschung zu vier Monaten Bewährungsstrafe und einer Entschädigungszahlung an die Fifa in Höhe von 1,75 Millionen Euro verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, 1,25 Millionen Euro vom Geschäftsmann Dino Deris erhalten zu haben, ebenfalls mit Bezug auf eine Rechtevergabe. Deris wurde freigesprochen. Valckes Schuldspruch ist die erste Verurteilung im Zuge der 2015 in der Schweiz aufgenommenen Ermittlungen zu Praktiken bei der Fifa. Der Franzose war 2015 von der Fifa für zehn Jahre gesperrt worden.

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