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Korruption : Zwei Fifa-Bosse unter Druck

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Entwicklungshilfe zur persönlichen Bereicherung? Worawi Makudi muss Details erklären Bild: dapd

Dem Thailänder Makudi droht ein Ermittlungsverfahren durch die Ethikkommission der Fifa. Der Kameruner Hayatou sollen sich am Sportrechtehandel bereichert haben.

          Zwei führenden Funktionären des Internationalen Fußballverbandes (Fifa) drohen ernste Konsequenzen, sollte sich der Korruptionsverdacht gegen sie bestätigen. Der Thailänder Worawi Makudi muss gegenüber der Fifa die Details eines Entwicklungshilfeprojekts erklären, mit dessen Hilfe er möglicherweise den Wert seiner privaten Grundstücke gesteigert hat. Der Kameruner Issa Hayatou könnte vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für seine Verwicklung in die Schmiergeld-Affäre um den Rechtevermarkter ISL/ISMM bestraft werden. Beide Funktionäre sind Mitglieder der Fifa-Exekutive, Hayatou ist außerdem Präsident der afrikanischen Konföderation, Vorsitzender des Fifa-Entwicklungshilfeprogrammes und Mitglied des IOC.

          Die Ethik-Kommission der Olympier wird am 7. oder 8. Dezember der IOC-Exekutive Bericht erstatten, wie IOC-Sprecher Mark Adams dem Branchendienst „Around the Rings“ bestätigte. Sie war Vorwürfen nachgegangen, die im britischen Fernsehsender BBC gegen Hayatou, den IOC-Doyen und einstigen Fifa-Präsidenten Joao Havelange und den Leichtathletik-Weltpräsidenten Lamine Diack erhoben worden waren. Alle drei sollen sich in den achtziger Jahren am Sportrechtehandel der mittlerweile insolventen Firma ISL/ISMM bereichert haben. Fifa-Präsident Joseph Blatter hat vor zwei Wochen die Absicht erklärt, die Akten des auf den Konkurs folgenden Prozesses frei zu geben. IOC-Präsident Jacques Rogge hat dies ausdrücklich begrüßt. „Ich kann der Absicht, Dokumente herauszugeben, die heute Kontroversen verursachen, nur applaudieren.“ Hayatou wurde von der BBC beschuldigt, 100.000 französische Francs (etwa 15.000 Euro) Schmiergeld angenommen zu haben. Er gab an, diese Summe als Spende an seine Konföderation weitergegeben zu haben.

          Makudi, Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, droht ein Ermittlungsverfahren durch die Ethikkommission der Fifa. Der Präsident des thailändischen Verbandes soll nach internationalen Medienberichten Besitzer des Grundstücks sein, auf dem mit Unterstützung von Fifa-Mitteln unter anderem die nationale Verbandszentrale gebaut wurde. Makudi hatte erklärt, er habe seinem Verband das Land geschenkt. Die Fifa teilte der Deutschen Presse-Agentur jedoch mit, dass diese Stellungnahme unzureichend sei. „Die Fifa hat deshalb Herrn Makudi aufgefordert, bis zum 1. Dezember 2011 die Dokumentation und die Rechtsvorschriften vorzulegen, die die Stiftung des Landes belegen“, hieß es. „Sollte die Fifa die angeforderte rechtliche Bestätigung bis zu diesem Datum nicht von Herrn Makudi erhalten haben, wird diese Angelegenheit der Ethikkommission übergeben.“

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