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Korruption im Weltfußball : Die verlorene Ehre von João Havelange

  • Aktualisiert am

João Havelange: Der Ehrenvorsitz ist weg Bild: AP

Havelange tritt als Fifa-Ehrenpräsident zurück und kommt damit der Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft wegen seiner Verwicklung in die ISL-Bestechungsaffäre zuvor.

          João Havelange ist als Ehrenpräsident der Fifa zurückgetreten. Der Brasilianer hatte den Fußball-Weltverband von 1974 bis 1998 geführt. Anschließend wurde Havelange zum Ehrenpräsidenten ernannt. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Abschlussbericht der Fifa-Ethikkommission zur Bestechungsaffäre um die mittlerweile bankrotte Vermarktungsagentur ISL hervorgeht, gab Havelange den Titel zum 18. April ab.

          Der 96-Jährige kam damit einer drohenden Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft zuvor, über die die Fifa beim Kongress am 30./31. Mai auf Mauritius entscheiden sollte. Sein Nachfolger Joseph Blatter hatte sich für eine Aberkennung des Titels ausgesprochen.

          Blatter freigesprochen aber hinterfragt

          Der aktuell höchste Fußball-Funktionär der Welt selbst wurde in dem Untersuchungsbericht freigesprochen. „Gemäß Einstellungsverfügung haben sich keine Hinweise ergeben, dass Präsident Blatter Provisionszahlungen von ISL, ihrem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jean-Marie Weber oder von anderen erhalten hat“, hieß es.

          Kritisch hinterfragt werden müsse jedoch, ob Blatter in den Jahren vor dem Konkurs der ISL wusste oder hätte wissen müssen, dass die ISL an andere Fifa-Offizielle Zahlungen (Schmiergeld) getätigt hat. Abschließend hieß es: „Der Fall ISL ist für die Ethikkommission abgeschlossen.“

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