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Rassismus in Italiens Fußball : Drei Affen

  • -Aktualisiert am

„Metaphern des Menschseins“: Drei Affen des Künstlers Simone Fugazzotto. Bild: dpa

Der italienische Fußball verliert sich bei seinem vermeintlichen Kampf gegen den alltäglichen Stadion-Rassismus entweder in schiefen Bildern – oder er erinnert an die anderen drei Affen.

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          Dass der italienische Fußball ein massives Problem mit Rassismus hat, dürfte inzwischen bekannt sein. Kürzlich stand die Überlegung im Raum, Video- und Tonüberwachung einzusetzen, um Rechtsradikale auf der Tribüne besser identifizieren zu können. Fans von Lazio Rom zeigen gerne den Römischen Gruß. Anfang November wollte Stürmer Mario Balotelli beim Spiel seines Vereins Brescia Calcio gegen Hellas Verona den Platz verlassen, nachdem aus dem Publikum Affenrufe in seine Richtung zu hören gewesen waren.

          Diesen Vorfällen möchte der italienische Fußball entschieden entgegen treten. Welches Statement könnte da besser geeignet sein, so dachten sich die findigen Manager der Serie A, als eine Kampagne mit – Affen? Das gewählte Motiv zeigt drei Schimpansenköpfe, deren Gesichter mit verschiedenen Farben eingerahmt sind. Es kommt nicht besonders gut an. Die AS Roma äußerte sich zuerst. Man sei „sehr überrascht“ von der Wahl des Motivs, unterstütze den Kampf gegen Rassismus, aber glaube nicht, „dass dies der richtige Weg sei“. Der AC Milan schloss sich an: Kunst könne „stark“ sein, hier stimme der Verein aber in keiner Weise überein.

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