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F.A.Z. Exklusiv : Ein vernichtendes Urteil für den deutschen Sport

Sommerfest im Bundesstützpunkt: Bundeskanzlerin Merkel, Diskuswerferin Harting und DOSB-Präsident Hörmann (Fünfter von links) vergangenes Jahr in Kienbaum. Bild: Imago

Vier Jahre Arbeit an der Spitzensportreform, kein Fortschritt: Der Befund des Bundesrechnungshofs zur Leistung des DOSB könnte deutlicher nicht sein – das Innenministerium stimmt zu. Nun stellen sich viele Fragen.

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          Die Reform des Spitzensports ist derart in Verzug, dass der Bundesrechnungshof keinen Grund für eine Erhöhung der Spitzensportförderung in diesem Jahr sieht. Insbesondere bei der Reduzierung der geförderten Sportlerinnen und Sportler sowie beim Abbau von Bundes- und Olympiastützpunkten seien die zwischen Bund, Ländern und Sport vereinbarten Ziele aufgegeben worden. Das geht aus dem Bericht des Rechnungshofes hervor, der sich unter dem Datum 3. Mai mit der Umsetzung der Reform befasst.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.
          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Demnach haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Sportreferenten-Konferenz der Länder, die Arbeitsebene, Abstand von dem Ziel genommen, die Zahl der Kaderathleten um 1000 zu verringern. Die Zahl der geförderten Sportlerinnen und Sportler verringerte sich um lediglich 436 auf 3027. „Um falsche Anreize zu vermeiden, sollte eine Erhöhung der Fördermittel grundsätzlich davon abhängig gemacht werden, dass das Konzept der Reform in allen wesentlichen Punkten umgesetzt wird“, heißt es in dem Bericht. „Hierzu gehört eine weitere signifikante Reduzierung der Kaderzahlen im Interesse der Exzellenzförderung.“

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