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Athleten Deutschland : „Wir sind Marionetten. Wir dienen dem System Olympia“

Karla Borger ist seit Oktober Präsidentin von Athleten Deutschland. Die 33 Jahre alte Beachvolleyballspielerin ist Universiade-Siegerin und stand 2013 im Weltmeisterschafts-Endspiel. 2021 gewann sie gemeinsam mit Julia Sude das Finale der World Tour. Sie ist Teilnehmerin der Olympischen Spiele von Rio 2016. Bild: Athleten Deutschland

Karla Borger ist die Präsidentin von Athleten Deutschland. Im Interview spricht sie über die Reform des Spitzensports, das Verhalten des IOC während Olympia – und die Zukunft des Medaillenspiegels.

          6 Min.

          Karla Borger ist seit Oktober Präsidentin von Athleten Deutschland. Die 33 Jahre alte Beachvolleyballspielerin ist Universiade-Siegerin und stand 2013 im Weltmeisterschafts-Endspiel. 2021 gewann sie gemeinsam mit Julia Sude das Finale der World Tour. Sie ist Teilnehmerin der Olympischen Spiele von Rio 2016.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.
          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Freudlose Spiele, Olympia im roten Bereich, moralischer Tiefpunkt, Farce, olympische Lüge – das sind einige Schlagzeilen nach den Winterspielen. Wie schauen Sie auf Peking 2022 zurück?

          Ich habe zum ersten Mal sehr, sehr viel gesehen von Olympia. Ich war zu Hause und hatte die Möglichkeit, lange zu gucken. Im normalen Alltag schafft man das ja nicht. Für Deutschland und die AthletInnen, die ihre Leistungen zeigen konnten, hat es mich gefreut. Anderseits: Die Schlagzeilen stimmen schon. Es ist Zeit für ein Umdenken. Uns AthletInnen zerreißt es innerlich: Wir wollen zu den Olympischen Spielen. Aber nicht zu solchen wie in Peking. So geht es nicht weiter.

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