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Ende der Nada-Unterstützung : Adidas gibt kein Geld mehr für Anti-Doping-Kampf aus

  • Aktualisiert am

Von wegen in den Startlöchern: Adidas beendet die Zusammenarbeit mit der Nada Bild: Imago

Im Kampf gegen Doping verliert die Nationale Anti-Doping-Agentur mit dem Sportartikelhersteller einen zahlungskräftigen Sponsor. Was Adidas mit „alternativen Formen der Zusammenarbeit“ meint, bleibt unklar.

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          Die Beteiligung der gesamten Gesellschaft am Anti-Doping-Kampf ist endgültig gescheitert. Am Dienstag bestätigte Adidas seinen Rückzug als Sponsor der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) zum Ende des Jahres. Das Unternehmen reagierte auf eine Meldung der „Bild“-Zeitung.

          Mit dem Sportartikelhersteller verliert die Nada den einzigen Unterstützer aus der Wirtschaft. Der finanzielle Beitrag des Unternehmens beträgt 300 000 Euro pro Jahr. Der Jahresetat der Nada liegt in diesem Jahr bei rund 9,2 Millionen Euro. Etwa 7,7 Millionen kommen vom Steuerzahler, 250 000 Euro stammen aus Überschüssen der Nada, eine Millionen steuern die Sportverbände hinzu. Sie hatten sich eigentlich bereit erklärt, 1,5 Millionen Euro zu zahlen. Die Differenz haben der Bund und die Nada (aus dem Überschuss) übernommen.

          Adidas wollte die Entscheidung nicht begründen. Ein Sprecher erklärte, die Nada sei im Frühjahr von der Absicht unterrichtet worden. Dennoch zeigte sich die Anti-Doping-Einrichtung am Dienstag überrascht und bedauerte den Rückzug. Da der Zuschuss von Adidas nicht zweckgebunden ist wie die Steuergelder, konnte die Nada sie für kurzfristige zu organisierende Projekte etwa in der Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. Der Ausstieg von Adidas stellt die Zusammensetzung des Aufsichtsrats in Frage. Der Bund ist zwar mit 70 Prozent am Etat beteiligt, stellt aber nur zwei von sieben Mitgliedern.

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