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Sommerspiele von Tokio : Japan lehnt Überlegungen zu weiterer Verschiebung ab

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Die olympischen Ringe sollen nicht bis 2022 stehen: Tokio will keine Diskussion über eine weitere Verschiebung der Sommerspiele. Bild: dpa

Japan würgt die Diskussionen um einer weitere Verschiebung der Olympischen Spiele ab. Die Organisatoren der eigentlich für diesen Sommer geplanten Sommerspiele beharren auf dem Olympiatermin im kommenden Jahr.

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          Der Chef des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Tokio, Yoshiro Mori, hat eine weitere Verschiebung der Veranstaltung über den kommenden Sommer hinaus ausgeschlossen. Der Nachrichtenagentur Kyodo sagte Mori auf die Frage, ob es außer dem Zeitraum zwischen 23. Juli und 8. August 2021 noch eine weitere Möglichkeit gebe, die Spiele auszutragen: „Absolut nein.“ Wenn man auch an die Athleten und das Management der Spiele denke, sei eine Verlegung um zwei Jahre „sehr schwierig“, sagte Mori.

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          Er habe mit Ministerpräsident Shinzo Abe über eine mögliche Verschiebung auf 2022 gesprochen. Dieser habe „entschieden, dass ein Jahr der Weg sei, der zu gehen sei“. Zuletzt waren auch in Japan Zweifel laut geworden, ob die Spiele im Sommer 2021 stattfinden können. „Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass die Olympischen Spiele nächstes Jahr stattfinden werden“, hatte Kentaro Iwata, Professor für Infektionskrankheiten an der Universität Kobe, gesagt. Er glaube zwar, dass Japan selbst die Krankheit bis zum nächsten Sommer kontrollieren könne. „Aber ich glaube nicht, dass dies überall auf der Erde passieren wird.“

          Zahlreiche Sportler, unter ihnen Marathonläufer Arne Gabius und Kugelstoßer Niko Kappel, Sieger bei den Paralympics 2016, hatten gegenüber der F.A.Z. die Entwicklung und Verfügbarkeit eines Impfstoffs als Voraussetzung für die Austragung der Spiele genannt. Im Verhältnis zwischen den Organisatoren und dem Internationalen Olympischen Komitee bezüglich der Zusatzkosten durch die Verschiebung waren zuletzt Unstimmigkeiten offenbar geworden.

          Nachdem Mori zuletzt von „massiven Zusatzkosten“ gesprochen hatte, war auf der Website des IOC zu lesen, Ministerpräsident Abe habe zugestimmt, dass Japan weiterhin jene Kosten tragen werde, die es nach den Vertragsvereinbarungen bezüglich der Spiele für 2020 getragen hätte. Die japanische Regierung dementierte eine Einigung. Das japanische Organisationskomitees sagte laut dem Portal Insidethegames zufolge, man habe das IOC aufgefordert, das Stück zu entfernen. Nun heißt es auf der Website des IOC, man werde (finanzielle) „Auswirkungen weiterhin gemeinsam bewerten und diskutieren“.

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