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IOC und Fifa : Win-win-Situation?

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IOC-Vize-Präsident Thomas Bach: „Jeder weiß, dass die Finanzen des IOC transparent sind” Bild: dpa

Der Weltsport ist in den vergangenen Monaten so geballt und häufig in Misskredit geraten wie selten zuvor. Thomas Bach, Vizepräsident des IOC, verteidigt den Verband gegen Kritik von Fifa-Präsident Joseph Blatter.

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          Betrug, Korruption, Manipulation, Doping und Wettskandale: Der Weltsport ist in den vergangenen Monaten so geballt und häufig in Misskredit geraten wie selten zuvor. Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sagte am Rande der Exekutivsitzung in Lausanne, es sei entscheidend, „dass es Mechanismen im Sport gibt, Manipulationen und Betrug aufzuklären und zu Konsequenzen zu führen“, sagte Bach.

          „Das haben wir im IOC nach dem Skandal um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City gezeigt. Wir haben strenge Regeln geschaffen.“ Hart bleiben werde man auch – trotz juristischer Einsprüche – gegen Doper: Athleten, die wegen Dopings länger als sechs Monate gesperrt werden, sind von den nächsten Spielen automatisch ausgeschlossen.

          Wenig amüsiert über Blatters Kritik

          Der Rechtsanwalt aus Tauberbischofsheim gab keinen Kommentar dazu, ob auch andere Weltsportverbände Lehren aus der Vergangenheit gezogen haben – wie der Fußball-Dachverband Fifa, der sich im Zuge der Vergabe der WM-Endrunden für 2018 in Russland und 2022 in Qatar mit Betrugsvorwürfen konfrontiert sah. Wenig amüsiert waren die Olympier über die scharfe Kritik von Fifa-Präsident Joseph Blatter am Finanzgebaren des IOC. Der Schweizer, selbst seit 1999 IOC-Mitglied, hatte das IOC als „einen Club“ bezeichnet, der „keine Transparenz“ habe.

          „Jeder weiß, dass die Finanzen des IOC transparent sind und von externen Wirtschaftsprüfern überprüft werden“, konterte Bach nun. Kooperation statt Konfrontation könnte es zwischen IOC und FIFA bei der von Blatter geplanten Verlegung der WM-Endrunde 2022 im Wüstenstaat Qatar vom Sommer in den Winter geben – ohne dass es zu einer Kollision mit den Olympischen Winterspielen kommt. „Ich denke, dass man das gut regeln kann“, sagte Bach. „Es könnte sogar zu einer win-win-Situation kommen, wenn die Fußball-WM im November und Dezember 2022 ausgetragen wird und die Winterspiele wie immer im Februar stattfinden.“

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