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IOC-Präsident in Nordkorea : „Schlimmes Foto von Bach und dem blutigen Diktator“

IOC-Präsident Thomas Bach (links) mit Kim Jong-un am Ende März in Nordkorea. Bild: AFP

IOC-Präsident Bach besuchte den nordkoreanischen Machthaber. Bei Menschenrechtlern stößt nicht nur die Reise an sich auf deutliche Kritik . Auch die Japaner beschweren sich von höchster Stelle.

          Thomas Bachs Besuch beim nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un ist bei Menschenrechtlern auf Kritik gestoßen. Wie der Sender „Deutsche Welle“ zitierte, werde die Begeisterung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über den Austausch mit Kim als „blauäugig“ angesehen. „Schon das Foto des Handschlags zwischen Bach und dem blutigen Diktator war schlimm genug“, wird Ken Kato, Leiter der Organisation „Human Rights in Asia“ zitiert.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA habe formuliert, Kim habe Bach „empfangen“. Dabei habe der IOC-Präsident „gegenüber dem geschätzten Vorsitzenden seinen herzlichsten Dank“ geäußert, dass dieser den nordkoreanischen Athleten die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Südkorea gestattet habe, auf dass sie „ein Symbol des Friedens“ wurden.

          Auch in Japan gab es Kritik. Dortige Medien berichteten, in einem Telefongespräch habe Premierminister Shinzo Abe Bach darum gebeten, „auf die Gefühle des japanischen Volkes Rücksicht zu nehmen“. Hauptsächlich geht es um die Entführung von japanischen Bürgern in den siebziger Jahren durch Nordkorea. Japan fordert Aufklärung der bis zu 100 Fälle. Die Olympischen Spiele 2020 finden in Tokio statt.

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