https://www.faz.net/-gtl-9zngv

Laut IOC-Präsident Bach : Olympia in Tokio 2021 – sonst Absage

  • Aktualisiert am

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Bild: dpa

Der Sommer 2021 ist definitiv „die letzte Möglichkeit“ für die bereits verschobenen Olympischen Spiele in Japan. IOC-Präsident Thomas Bach äußert sich in einem Interview nun auch zu einer möglichen Absage.

          1 Min.

          Das Internationale Olympische Komitee hat sich mit den Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Tokio darauf verständigt, diese abzusagen, sofern sie nicht spätestens im kommenden Sommer ausgetragen werden können. IOC-Präsident Thomas Bach sagte in einem Interview mit der BBC, in den Diskussionen, die zur Verschiebung der Spiele in den Juli 2021 geführt haben, habe der japanische Premierminister Shinzo Abe „von Anfang an sehr klar gemacht, dass der Sommer 2021 die letzte Möglichkeit sei“. Er habe für Abes Position „einiges Verständnis“, sagte Bach. Die Eröffnung der Spiele war am 30. März angesichts der Coronavirus-Pandemie auf den 23. Juli 2021 gelegt worden. Ursprünglich hatte sie am 24. Juli 2020 stattfinden sollen.

          Bach schloss in dem Interview mit dem britischen Sender nicht aus, dass die Wettkämpfe gegebenenfalls in für Zuschauer gesperrten Stadien und Sportstätten stattfinden. Derzeit seien solche Überlegungen „Spekulation“: „Wir wollen das nicht. Wenn es zu einer Entscheidung diesbezüglich käme, würde ich um etwas Zeit bitten, um mich mit den Athleten, der Weltgesundheitsorganisation und den japanischen Partnern zu besprechen.“ Toshiro Muto, Chef des Tokio-Organisationskomitees, sagte am Donnerstag, „auch in Japan glaubten Menschen, dass die Sommerspiele hinter verschlossenen Türen stattfinden müssen“. Er halte die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt aber ebenfalls für verfrüht.

          Gefragt, wie zuversichtlich er derzeit sei, dass die Spiele stattfinden, antwortete Bach: „Wir müssen uns auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten.“ Man habe sich „klar auf die Austragung im Juli nächsten Jahres verpflichtet“, müsse aber „gleichzeitig darauf schauen, was dies voraussetzen könnte“, etwa mit Blick auf Gesundheitsmaßnahmen. „Wir müssen Tag für Tag das Rad neu erfinden“, behauptete Bach mit Blick auf den Umfang der Aufgaben, die die Verlegung mit sich bringe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Airbus der Lufthansa landet im November 2020 auf dem Berliner Flughafen Tegel.

          Klimaschutz : Rettet die Inlandsflüge

          Ein Verbot von Inlandsflügen, wie es zuletzt in Frankreich beschlossen wurde, ist der falsche Weg zum Klimaschutz. Es gibt andere, bessere Möglichkeiten.
          Wichtiger Wert: Wie viele Covid-Kranke auf  Intensivstationen liegen.

          Kennwerte der Corona-Pandemie : Neue Zahl, neues Glück?

          Die Zahl der Neuinfektionen bestimmte in den vergangenen Monaten den Alltag. Damit soll nun Schluss sein. Doch die neuen Pläne der Regierung gehen Wissenschaftlern nicht weit genug – denn Entscheidendes wurde in Deutschland versäumt.
          Am 18. Juni in Teheran: Ebrahim Raissi winkt den Medien zu, nachdem er seine Stimme in einem Wahllokal abgegeben hat. Die Wahl gewann er.

          Irans neuer Präsident : Schlächter und Schneeflocke

          Nächste Woche tritt Ebrahim Raissi sein Amt als iranischer Präsident an. Mit ihm zerbricht der Mythos vom reformfähigen Regime. Weiß der Westen, mit wem er es zu tun bekommt? Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.