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Kanzlei Freshfields : Zwanziger beendet Kooperation mit DFB-Prüfern

Im Fokus: der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger Bild: dpa

Bei der Aufklärung der Korruptionsaffäre um die WM 2006 will Theo Zwanziger nicht mehr mit der vom DFB beauftragten Kanzlei Freshfields kooperieren. Er kritisiert deren Verbindungen nach Qatar.

          Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat seine Zusammenarbeit mit der vom DFB beauftragten Kanzlei Freshfields bei der Aufklärung der Korruptionsaffäre rund um die WM 2006 für beendet erklärt. Sein Anwalt Hans-Jörg Metz teilte mit, es sei Zwanziger „unzumutbar“, der Kanzlei für Fragen zur Verfügung zu stehen, nachdem er erfahren habe, dass die internationale Großkanzlei „umfangreiche Verbindungen“ zum Staat Qatar und dem lebenslänglich gesperrten Fußballfunktionär Mohammed bin Hammam unterhalte.

          Bin Hammam ist ein möglicher Empfänger jener 6,7 Millionen Euro, von denen der DFB bislang nicht öffentlich gemacht hat, an wen sie geflossen sind. Bin Hammam war Mitglied der Finanzkommission der Fifa, die laut DFB Empfänger der Zahlung gewesen sein könnte, um einen Fifa-Zuschuss von 170 Millionen Euro zu den Organisationskosten der WM 2006 zu erhalten.

          Die Fifa hatte mitgeteilt, davon nichts zu wissen, zudem unterhalte die Finanzkommission kein eigenes Konto. Metz wies darauf hin, dass sein Mandant das Protokoll der Befragung Zwanzigers durch Freshfields-Anwälte aus der vorvergangenen Woche noch nicht autorisiert habe. Dazu werde es nun auch nicht mehr kommen.

          Zudem merkte Metz an, Zwanziger sei bereits durch die Berichterstattung über die „persönliche Verbindung“ zwischen dem Freshfields-Anwalt Christian Duve und dem Büroleiter Niersbachs, Friedrich Curtius, „erheblich irritiert“ gewesen. Duve und Curtius waren bis Ende Juni gemeinsam im Vorstand eines Frankfurter Rotary Clubs. Den Rücktritt von Niersbach wollte Zwanziger nicht kommentieren.

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