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Impfung für Sportler : Nur 28 Prozent der Deutschen sagen nein

Impfen für Olympia? Die Zustimmung steigt. Bild: dpa

Bevorzugtes Impfen für Olympia oder Fußball-EM? Die Zustimmung der Deutschen wächst. Dagegen schrumpft das Feld der Akkreditierten für die Olympischen Spiele weiter zusammen.

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          Die Zustimmung der Deutschen zu einer Corona-Impfung ihrer Sportler für die kommenden Großereignisse wächst. 46 Prozent sind laut einer Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dafür, dass Teilnehmer an der Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) und den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) „frühzeitig“ eine Impfung erhalten, 28 Prozent dagegen, 19 Prozent unentschlossen, zwei Prozent wollen nur Fußballer, vier Prozent nur Olympiateilnehmer rechtzeitig impfen lassen.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Die Vereinigung „Athleten Deutschland“ hatte vergangene Woche in einem Papier erklärt: „Aus unserer Sicht bedarf es bereits jetzt einer gesellschaftlichen Diskussion, ob Athlet*innen, die Deutschland international vertreten, zügig geimpft werden sollen, sobald die derzeit priorisierten Gruppen durchgeimpft sind.“ Zuletzt hatten sich bei einem Trainingscamp der Judoka in Tiflis sieben Personen im 31-köpfigen deutschen Team mit Covid-19 angesteckt. Sie verzichteten auf ihre Teilnahme an der dortigen Olympiaqualifikation.

          Unterdessen schrumpft das Feld der Akkreditierten für die Olympischen Spiele weiter zusammen. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) legte am Freitag fest, dass nur Personen mit „wesentlichen und operativen Aufgaben“ eine Akkreditierung erhalten. Zu dieser Gruppe gehörten auch IOC-Mitglieder, aber nicht deren Angehörige. Beschnitten wird das Einladungsprogramm für Organisationen wie die Vereinten Nationen, für ehemalige Medaillengewinner oder von künftigen Gastgebern entsandte Beobachter. Insgesamt werden so 1000 Plätze eingespart. Schon vorher waren ausländische Zuschauer, die Athleten-Familien und die meisten freiwilligen Helfer ausgeladen wurden.

          Insgesamt werden 90.000 Personen aus dem Ausland zu den Spielen in Tokio erwartet. Die Vorschriften sehen wegen der Angst vor einer Einschleppung von Virus-Mutationen vor, dass sie alle so wenig wie möglich mit der japanischen Bevölkerung in Kontakt kommen sollen.

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