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DFB-Skandal : Horst R. Schmidt kannte Beckenbauer-Vertrag

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Spätes Eingeständnis: Horst R. Schmidt hat schon 2000 das brisante Dokument gekannt Bild: AFP

Bekenntnis eines ehemaligen DFB-Funktionärs: Horst R. Schmidt bestätigt, dass er im Jahr 2000 als Generalsekretär das dubiose Angebot von Franz Beckenbauer an Jack Warner gesehen hat.

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          Der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt hat seine frühzeitige Kenntnis von dem dubiosen Vertrag zwischen Franz Beckenbauer und dem früheren Fifa-Vize Jack Warner eingeräumt. „Ich kann bestätigen, das Papier im Jahr 2000 gesehen zu haben. Und ich glaube auch, dass ich nicht der einzige war, der es gesehen hat“, sagte Schmidt der „Bild“-Zeitung am Freitag.

          In dem von Beckenbauer unterzeichneten Schreiben wurden dem inzwischen wegen Korruption gesperrten Warner vier Tage vor der Vergabe der Fußball-WM 2006 Vorteile zugesichert. Schmidt wies darauf hin, dass er sich 15 Jahre danach nicht mehr exakt an die Inhalte des Schreibens erinnern könne.

          Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, mehrere DFB-Spitzenfunktionäre seien bereits im Jahr 2000 über das brisante Dokument informiert gewesen. Dies belege auch ein Aktenvermerk vom August 2000, der nun bei den Ermittlungen der externen DFB-Prüfer von der Kanzlei Freshfields gefunden worden sei. Dies lege den Verdacht nahe, dass die frühere Verbandsspitze den Fall habe vertuschen wollen, heißt es in dem Bericht. Es ist unklar, ob der Vertrag zwischen Beckenbauer und Warner jemals wirksam wurde.

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