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Homosexuelle Fußballspieler : „Gequatsche nicht mehr zeitgemäß“

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Thomas Hitzlsperger: „Die Fans sind viel weiter.“ Bild: dpa

Der frühere Nationalspieler Hitzlsperger hat ein Umdenken in der Diskussion um homosexuelle Fußballer festgestellt und befürchtet keine negative Reaktionen mehr: „Die Fans sind viel weiter“.

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          Der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat in der Diskussion um homosexuelle Profis ein Umdenken festgestellt. Er glaube nicht, dass homosexuelle Fußballer nach einem Coming-Out negative Reaktionen der Fans oder Sponsoren fürchten müssen. „Die betroffenen Spieler müssen ein gutes Gespür dafür haben, ob sie vom engsten Umfeld getragen oder eher nach unten gezogen werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart der Augsburger Allgemeinen: „Aber das Gequatsche, man könne das als Spieler nicht riskieren, weil die Fans oder Sponsoren negativ reagieren könnten: Das ist nicht mehr zeitgemäß. Die Fans sind viel weiter.“

          Hitzlsperger hatte seine Homosexualität als erster DFB-Nationalspieler 2014 öffentlich gemacht – allerdings erst nach seinem Karriereende. „Wer den Schritt in die Öffentlichkeit wagt, wird eine Reaktion auslösen“, sagte der ehemalige Bundesliga- und Premier-League-Profi. „Tags drauf wäre die nationale und internationale Presse am Trainingsplatz. Das kann die Mannschaft beflügeln, aber auch negativ beeinflussen.“

          Seit seinem Coming-out habe er fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. „Ich möchte anderen zeigen, dass das Leben hervorragend weitergehen kann. Was mir nämlich häufiger passiert, ist, dass Menschen die traurige Geschichte von mir hören wollen. Nach dem Motto: Das muss ja ganz schlimm gewesen sein, du hattest bestimmt Ängste, Depressionen und so weiter gehabt – was man halt reinschmeißt in den Topf. Da sage ich: Stopp!“, meinte Hitzlsperger

          Der 39-Jährige hatte zuletzt angekündigt, seinen im Oktober 2022 auslaufenden Vertrag beim VfB nicht zu verlängern. Als möglicher neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stehe er solange nicht zur Verfügung. „Ich habe die Aufgabe als Botschafter, kenne den DFB ganz gut als Spieler, aber die Frage stellt sich eben nicht ernsthaft, solange ich beim VfB bin“, sagte er: „Und ich habe dem Aufsichtsrat zugesichert, dass ich so lange zur Verfügung stehe, bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden ist.“

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