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Rede von DOSB-Chef Hörmann : Digel fordert Entschuldigung für „Entgleisungen“

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„Nein, Sie wissen das alles – und trotzdem!“: Helmut Digel antwortet Alfons Hörmann. Bild: dpa

DOSB-Präsident Alfons Hörmann kritisierte mit scharfen Attacken auch Helmut Digel. Der antwortet nun in einem Offenen Brief – und fordert eine Entschuldigung für die „persönliche Verleumdung“.

          Helmut Digel fordert von DOSB-Präsident Alfons Hörmann nach dessen scharfen Attacken gegen ihn eine Entschuldigung. „Ich werde mich nicht mehr öffentlich gegen haltlose Anschuldigungen rechtfertigen oder Ihnen im Gegenzug vorhalten, dass ihr Engagement gegen Doping, objektiv betrachtet, nicht sichtbar ist“, schreibt der frühere Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in einem Offenen Brief am Montag. „Aber eine Entschuldigung für Ihre Entgleisungen, die für mich einer persönlichen Verleumdung gleicht, erwarte ich!“

          Hörmann hatte Digel in seiner Rede auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag in Hannover vorgeworfen, beim Korruptionsskandal in der IAAF um dessen inzwischen suspendierten Präsidenten Lamine Diack weggeschaut zu haben.

          „Ihre Anschuldigung folgt einem bekannten Muster“, erklärte Digel in seinem Brief an Hörmann. „Sie setzen ein Gerücht in die Welt, ohne einen einzigen Beleg auf den Tisch zu legen, außer der Tatsache, dass ich Vizepräsident war.“ Solche Spekulation würde natürlich in der medialen Welt verfangen.

          DOSB-Präsident Alfons Hörmann kritisierte nicht nur Digel.

          „Sie kennen meinen Werdegang, wissen auch, dass ich den Kampf gegen Doping als meine Lebensaufgabe betrachtet habe“, betonte Digel. „Muss ich Ihnen im Ernst meine Vita als Sportwissenschaftler und Funktionär und meine Verdienste im Kampf gegen Doping detailgetreu vor Augen führen. Nein, Sie wissen das alles – und trotzdem!“

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