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Sportler-Kampf gegen Rassismus : Wie protestiert man richtig?

Wie protestiert man richtig? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Bild: Getty

Nach dem Tod des wehrlosen Afroamerikaners George Floyd beteiligen sich deutsche Sportler in den Vereinigten Staaten am Kampf gegen Rassismus und Polizeibrutalität. Aber das ist heikel. Manche Proteste führen zu Unverständnis und Spott.

  • -Aktualisiert am
          6 Min.

          Von den großen Zielen im Leben eines Sportlers hat Max Kepler mit 27 Jahren eine Menge erreicht. Der Baseball-Profi aus Berlin gehört nach einer jahrelangen Ochsentour durch die unteren Ligen zu den besten seines Metiers und wird dafür jährlich mit sieben Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) entlohnt. Zuletzt erreichte er mit den Minnesota Twins zum ersten Mal die Play-offs. Kepler hat nicht vergessen, wo er herkam: „Es ist erstaunlich“, sagte er, als er vor Monaten in Regensburg und Berlin auf junge Talente traf: „So war ich auch mal und habe zu den Profis aufgeschaut. Da kommen Erinnerungen und Emotionen aus meiner Vergangenheit hoch.“

          Als erfolgreicher Erwachsener ist man unweigerlich Vorbild. Aber diese Rolle zu meistern ist schwierig. So posierte Kepler vor ein paar Tagen auf Instagram mit einer Atemschutzmaske, die für eine umstrittene politische Haltung wirbt. Das Motiv – ein abgedunkeltes Sternenbanner mit einem blauen Streifen quer durch die Mitte – ist das Symbol für eine rechtsgerichtete Gruppe namens „Blue Lives Matter“, die um Sympathien für Amerikas Polizisten wirbt. Sie wurde gestartet als unmittelbare Reaktion auf die ständig stärker werdende Bewegung „Black Lives Matter“, die sich gegen Gewalt gegen schwarze Amerikaner wendet, vor allem gegen die immer häufiger dokumentierte Polizeibrutalität.

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