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Haushaltsausschuss : 15 Millionen Euro mehr für Spitzensport

Balanceakt Sportförderung: Mehr Geld für Leistungssportpersonal wie Handball-Bundestrainer Sigurdsson Bild: dpa

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschließt überraschend, die Sportförderung zu steigern. Vor allem Bundestrainer profitieren. Und auch die Curler können wieder hoffen.

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          Der Spitzensport kann im kommenden Jahr mit einer überraschenden Steigerung der Sportförderung durch die Bundesregierung um 15 Millionen Euro rechnen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat auf seiner Bereinigungssitzung am Donnerstag beschlossen, die Sportförderung des Bundesinnenministeriums im Jahr vor den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro von 140 auf 155 Millionen Euro zu steigern. Nicht darin enthalten sind die Kosten für die Sportfördergruppe der Bundespolizei. „Dies ist ein Befreiungsschlag für den Sport“, sagte Martin Gerster (SPD), der gemeinsam mit Norbert Barthle (CDU) für die das Sportbudget zuständig ist.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der größte Brocken des Zuschlags soll den Bundestrainern und anderem Leistungssportpersonal zugute kommen. Tarifanpassung und Projektförderung in Höhe von 2,7 Millionen sorgen für mehr als eine Verdopplung des Postens auf 5,2 Millionen Euro. Dazu kommen 400.000 Euro für Trainer an den Olympiastützpunkten (4,4 Millionen). Die nächst größten Posten kommen dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig und der Entwicklungsstelle für Sportgerät in Berlin zugute (2 Millionen/insgesamt 15,1 Millionen). 1,8 Millionen sollen zusätzlich für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften (in toto 6,3 Millionen), weitere 1,6 Millionen für Projekte zur Olympia-Vorbereitung (11,3 Millionen) zur Verfügung stehen. Mit zusätzlich 1,75 Millionen Euro für die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) beendet der Haushaltsausschuss den Streit zwischen DOSB und Fachverbänden über deren Anteile an der Finanzierung.

          Der Dachverband hatte von den Verbänden eine Verdopplung ihrer Beiträge verlangt. Nun trägt der Bund zum Budget der Nada von 10 Millionen insgesamt 6,3 Millionen Euro bei. Die Verbandsförderung steigt um eine auf 16,2 Millionen Euro. Gerster weist darauf hin, das im Gegensatz zu früheren Beschlüssen das Geld diesmal nicht umgeschichtet, sondern zusätzlich bereitgestellt werde. Damit solle auch die vom DOSB gestrichene Förderung des Curling-Verbandes möglich sein – sofern dieser ein sportfachliches Konzept zu seiner Weiterentwicklung vorlege.

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