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Wissenschaftliches Standardwerk : Wie der Sport dem NS-System nutzte

  • -Aktualisiert am

Fackelträger 1936 vor dem Brandenburger Tor Bild: picture alliance / CPA Media Co. Ltd

Mit ihren Erfolgen bewiesen deutsche Athleten nicht nur die Leistungsfähigkeit des Volkes, sondern bescherten auch Momente des Vergessens. Das Ausland schaute weg. Ein Gastbeitrag.

          6 Min.

          Hans Joachim Teichler darf getrost zu den profiliertesten Sporthistorikern der Republik gezählt werden. Dass der Grandseigneur der deutschen Sportgeschichte mit der neuen und überarbeiteten Auflage seines Standardwerks zur internationalen Sportpolitik des Dritten Reiches sowohl neuere Forschungsergebnisse einbezieht als auch – so bleibt zu hoffen – durch die Veröffentlichung den Blick der Geschichtswissenschaft allgemein auf den Sport lenkt, bietet eine Chance, der Sportgeschichte sowohl mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen als auch der Forschung neue Impulse zu geben.

          Teichler legt genau hier den Finger in die Wunde. Und in der Tat ist es wenig nachvollziehbar, wie selten die Ge­schichtswissenschaft den Sport zum Forschungsgegenstand macht. Nicht nur alltags- und kulturgeschichtlich, sondern auch mit Blick auf geschlechterspezifische Fragen bietet die Sportgeschichte viele Anknüpfungspunkte. Desiderate für hoffnungsvolle Nachwuchswissenschaftler und Autoren gibt es also zuhauf.

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