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Präsident Sperl im Interview : „In Paris wird es Gewichtheber geben“

Die Gewichtheber müssen die Last ihrer finsteren Vergangenheit zur Strecke bringen. Das IOC droht mit Streichung aus dem Olympia-Programm für 2024. Bild: picture alliance / Sven Simon

Der deutsche Verbandspräsident Florian Sperl spricht im Interview über den Überlebenskampf seiner Sportart, seine Kandidatur im Weltverband und die Fallstricke der internationalen Sportpolitik.

          5 Min.

          Der 34 Jahre alte Florian Sperl ist seit Ende 2020 Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG). Er brachte es selbst als Heber bis zur zweiten Liga. Sperl ist Zimmermeister und Bautechniker und als CSU-Ortsvorsitzender Egling in der bayerischen Lokalpolitik aktiv.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Sie waren vergangene Woche bei den Jugend-Weltmeisterschaften des Weltverbandes IWF in Dschidda in Saudi-Arabien. Mit welchem Ziel sind Sie dort hingereist?

          Das Ziel war, Gespräche zu führen in Richtung der Neuwahlen des IWF-Vorstands. Sie werden am 20. und 21. September in Usbekistan abgehalten, und ich kandidiere für das Amt des Vizepräsidenten, gegebenenfalls für einen Platz in der Exekutive. Ich wollte mich noch bekannter machen, mich entsprechend platzieren, dass die Leute wissen, mit wem sie es zu tun haben. Natürlich habe ich Small Talk gemacht, hatte aber auch Einzeltermine mit Präsidenten-Kollegen aus anderen Nationen, IWF-Funktionären, auch größere Gruppengespräche, zum Beispiel mit einem Teil der arabischen Verbände, querbeet von allem. Seit meiner Wahl zum Präsidenten des Bundesverbands Deutscher Gewichtheber vor einem Jahr bin ich sehr aktiv im internationalen Geschehen, habe auch stark mitgewirkt bei der Reform der Verfassung, die Ende August beim Kongress in Doha mit einer Mehrheit von 93 Prozent angenommen wurde. Diese Arbeit will ich bis zur Neuwahl zu Ende führen. So Gott will, werde ich gewählt. Ich möchte alles geben. Und im Nachhinein gesehen, war es auch absolut notwendig, dass ich in Saudi-Arabien war.

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