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Wirbel im Gewichtheben : Das erinnert doch stark an Blatter

Tamas Aján soll weichen, aber so leicht will der Präsident der Gewichtheber nicht aufgeben. Bild: dpa

Starke Männer und starke Frauen – doch es ist ein ganz hässliches Bild, das das Gewichtheben abgibt. Mittendrin ist der 81 Jahre alte Präsident Tamas Aján. Sein Verhalten kommt einem bekannt vor.

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          Wer A sagt, muss auch B sagen. Außer beim Zahnarzt. Aber wenn es so weh tut wie derzeit beim Gewichtheben. Tamás Aján, nach einer kurzen Bewährungszeit in den Jahren 1975 bis 2000 als Generalsekretär des Internationalen Gewichtheberverbandes IWF mit dem Eintritt ins neue Jahrtausend aufgestiegen zum Präsidenten aller Reißer und Stoßer und als Mitglied aufgenommen in den Olymp des Internationalen Olympischen Komitees, hat derzeit eine schwierige Phase.

          Alles ist ein bisschen viel, außer die Kontrollen: bisschen viel Doping, bisschen viel unsaubere Buchführung, bisschen viel Barzahlung, falls doch mal kontrolliert wurde. Kurzum: starke Männer, starke Frauen, aber ein ganz hässliches Bild. Eine unabhängige Kommission werde die Vorwürfe prüfen, heißt es nun. Aján, 81 Jahre alt, müsse weichen. Die Darstellung, er sei für 90 Tage suspendiert, ließ der prompt korrigieren: „Dr. Aján ist noch immer Präsident der IWF“, schrieb der Verband am Donnerstag. Ah ja.

          Erinnert stark an den Abgang des alten B, Joseph Blatter. Im Juni jährt sich der Tag zum fünften Mal, an dem er, gerade wiedergewählt, zurückziehen musste als Fifa-Präsident. Unvergessen, wie er, für acht Jahre gesperrt, noch im Herbst 2015 unter Berufung auf Nelson Mandela um das höchste Amt im Fußball kämpfte. „Ich bin ein Mann der Prinzipien“, sagte Blatter. „Erstens: Nimm niemals Geld, das du nicht verdienst. Zweitens: Zahl deine Schulden.“ Könnte von Aján sein. Prognose: Das F in IWF heißt das Gleiche wie in Fifa: Feierabend.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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